Tuesday, 24 April 2018

You Were Never Really Here

© Praesens Film AG

★★★★

"Doch Ramsay bleibt sich treu: Ihr Film mag thematisch an Politthriller wie The Ides of March (2011) erinnern, liegt aber viel näher an introspektiven Meisterwerken wie Taxi Driver (1976) und Drive (2011). Hier wird das Porträt eines gebrochenen Mannes gezeichnet, der in einem endlosen Zyklus von Gewalt und menschlicher Grausamkeit gefangen ist. Phoenix ist grossartig in dieser Rolle – ein hünenhafter Schlafwandler, eine Rückbesinnung auf den unfreiwilligen Mörder Cesare im Cabinet des Dr. Caligari (1920). Joes Lebensüberdruss ist spürbar in jeder von Phoenix' wohl durchdachten Bewegungen."

Ganze Kritik auf Maximum Cinema (online einsehbar).

Thursday, 29 March 2018

The Great and Terrible Beauty of "Annihilation"

© Netflix

★★★★★

"An ambitious and overwhelming tale of biological hybrids and a cinematic hybrid itself, a curious case of Apocalypse Now-meets-Under the Skin, Alex Garland's sci-fi horror film Annihilation, a Netflix exclusive outside of North America and China, is something of a masterpiece. Based on the eponymous novel by Jeff VanderMeer, Garland's sophomore directing effort expands upon the subdued, slow-burning intensity of his 2015 debut, the brilliant Ex Machina, and fully commits to the idea that in some stories, suggestiveness, abstraction, and open questions trump neat resolutions."

Ganze Kritik auf The Zurich English Student (online einsehbar).

Wednesday, 21 March 2018

Lady Bird

© Universal Pictures Switzerland

★★★★

"Zwar wird Greta Gerwig in ihrer hoffentlich noch langen Karriere Grösseres vollbringen als Lady Bird. Doch diese aufrichtige, ungemein menschliche, zutiefst persönliche Tragikomödie ist mehr als nur ein wichtiger Schritt in diesem Prozess: Sie ist zusammen mit Jordan Peeles Get Out (2017) und Julia Ducournaus Grave (2016) eines der vielversprechendsten Regiedebüts der letzten Jahre."

Ganze Kritik auf Maximum Cinema (online einsehbar).

Wednesday, 14 March 2018

The Purge

Als James DeMonacos dystopischer Horrorthriller The Purge 2013 in die Kinos kam, liess er die Kritik ziemlich kalt. Die Prämisse – dass die USA in naher Zukunft Kriminalität und Arbeitslosigkeit auf ein Minimum reduziert, indem während zwölf Stunden pro Jahr jedes Verbrechen legal ist – sei absurd, meinten viele, die Logik dahinter haltlos, der darauf aufbauende Film schlecht konzipiert und erzählt.

Inzwischen sind fünf Jahre vergangen, die Welt ist in vielerlei Hinsicht eine andere geworden, The Purge mittlerweile auf Netflix verfügbar. Und wer sich im Jahr 2018 auf dessen Netflix-Seite verirrt und trotz seines Rufes Play drückt, wird mit einem bizarren Filmerlebnis belohnt: einer an sich durchschnittlichen Genre-Produktion, die, nach Jahren der Reifung, weitaus intelligenter wirkt als ihr viele zugestehen wollen.

Im Zentrum von DeMonacos Film steht die Familie Sandin: Nach Jahren der Geldsorgen ist das Ehepaar James (Ethan Hawke) und Mary (Lena Headey) endlich in der Oberschicht angekommen – dank James' hervorragenden Leistungen als Verkäufer von Haus-Sicherheitssystemen, welche die Reichen und Schönen vor den plündernden und mordenden Teilnehmern der alljährlichen Gesetzeslosigkeit, genannt "The Purge", schützen sollen.

Zusammen mit ihren beiden Kindern, dem rebellischen Teenager Zoey (Adelaide Kane) und dem schüchternen Charlie (Max Burkholder), verschanzen sie sich auch in diesem Jahr wieder in ihrer Villa. Aber als ein verwundeter Obdachloser (Edwin Hodge) vor der Tür um Einlass bettelt, hat Charlie ein Einsehen und lässt ihn herein. Doch das entgeht dessen Verfolgern nicht: Bald schon ist das Sandin-Anwesen umstellt von maskierten jungen "Purgern", deren Anführer (Rhys Wakefield) droht, ins Haus einzudringen und die ganze Familie umzubringen, wenn ihnen "das obdachlose Schwein" nicht ausgeliefert wird.

Einige der Vorwürfe, die 2013 gegen The Purge erhoben wurden, haben kaum an Gültigkeit verloren – insbesondere jene, die sich gegen DeMonacos filmemacherische Qualitäten richten. Sein Film ist eine seltsame Mischung aus der Art von staatlich sanktionierter Gewalt, wie wir sie in der Hunger Games-Trilogie zu sehen bekommen, und David Finchers Einbruchsthriller Panic Room (2002). Während Amerika zwischen sieben Uhr abends und sieben Uhr morgens im blutigen Chaos versinkt, setzt DeMonaco auf klaustrophobisches Erzählen und zeigt, wie die Sandins in den eigenen vier Wänden eine Nacht lang ums nackte Überleben kämpfen.

Mary (Lena Headey) und James Sandin (Ethan Hawke) versuchen, mit ihren beiden Kindern die gesetzeslose "Purge" in ihrem befestigten Anwesen auszusitzen.
© Universal Pictures Switzerland
Daraus ergeben sich mehrere Probleme. Zum einen verschenkt The Purge damit einen Teil seiner Innovation: Das Spannende an diesem Film ist seine Prämisse – die Welt, die er entwirft. Amerikanische Vorzeigefamilien, deren McMansion sich in eine Todeszone verwandelt, hingegen ist ein Eckpfeiler des modernen Horrorgenres.

Zum anderen tappt DeMonaco, der auch das Drehbuch schrieb, in die Genre-Falle, seine Figuren unentwegt schreckliche Entscheidungen treffen zu lassen, damit er sie möglichst einfach in Horrorszenarien verwickeln kann. Zoey, die zum Zweck eines frustrierend kurzlebigen und letztlich bedeutungslosen Nebenplots einen Freund (gespielt vom farblosen Tony Oller) zur Seite gestellt bekommt, verbringt den Grossteil der Laufzeit damit, entrüstet aus Zimmern zu stapfen und sich vor ihren bewaffneten Eltern zu verstecken. Charlie, eingeführt als Technik-Genie, verliert seinen Scharfsinn und seine Beobachtungsgabe, sobald eine Szene nach Dramatik verlangt. Und auch bei James und Mary sucht man vergebens nach konsequenten Charakterzügen.

Als ein Obdachloser bei den Sandins Zuflucht sucht, ist ihr Haus plötzlich von bewaffneten "Purgern" umstellt.
© Universal Pictures Switzerland
Alles in allem ist The Purge die Definition von Horror-Massenware, über deren formale Defizite man noch lange reden könnte. Purger-Angriffe werden nicht weniger als dreimal auf dieselbe Art und Weise aufgelöst. Die Dunkelheit, welche die meiste Zeit herrscht, soll Atmosphäre schaffen, macht das Geschehen aber vor allem unnötig unübersichtlich. Und anstatt einer ernstzunehmenden Gefahr wird den Sandins der lächerliche Rhys Wakefield als Antagonist entgegengestellt, dessen Vorstellung einer beängstigenden Darbietung eine minderwertige Imitation von Heath Ledgers Joker zu sein scheint.

Trotzdem ist das Ganze leidlich unterhaltsam und – so unglaublich es auch scheinen mag – überraschend weitsichtig. Schien die Vision einer US-Regierung, welche die gesamte Bevölkerung eine Nacht lang für vogelfrei erklärt, 2013 vielleicht noch weit hergeholt, hat sie inzwischen einen anderen Effekt.

Gesetze für zwölf Stunden auszuhebeln, um den Menschen zu erlauben, "ihr inneres Biest" zu besänftigen und ihre angestaute Wut loszuwerden – mit der Begründung, die Massnahme steigere die nationale Produktivität –, klingt verdächtig wie republikanische Politik in der Ära Trump. Immerhin vertreten inzwischen Parteivertreter auf der nationalen Bühne weissen Nationalismus. Die solidarische Grundidee des sozialen Sicherheitsnetzes wird als unfair bezeichnet. Steuererleichterungen für Superreiche und deren Firmen werden dem Volk als Triumph der Arbeiter- und Mittelklasse verkauft. Schiessereien an Schulen sollen verhindert werden, indem man Lehrerinnen und Lehrer bewaffnet.

Der Anführer der Purge-Bande (Rhys Wakefield) stellt den Sandins ein Ultimatum: Gebt uns den Obdachlosen oder wir bringen euch um.
© Universal Pictures Switzerland
Dieser Hang zu unüberlegter, hyperkapitalistischer, realitätsferner Politik, die in erster Linie Partikularinteressen dient, existierte bei den Republikanern – der Partei, die nicht daran glaubt, dass Barack Obama ein Amerikaner ist – schon vor Trumps Wahl zum US-Präsidenten. Es liegt also nahe, dass DeMonaco an die "Grand Old Party" dachte, als er eine totalitäre, theokratisch-nationalistische Partei ersann, die im Purge-Universum die Macht an sich reisst und die Purge einführt.

So liegt denn der Clou des Films auch nicht darin, dass es die angebliche Katharsis einer jährlichen Mordorgie ist, die Arbeitslosigkeit und Kriminalität praktisch ausgerottet hat. Vielmehr ist dies die Folge finanzieller Ungleichheit: Wer reich ist, kann sich Sicherheitssysteme, Waffen und kugelsichere Westen kaufen. Wer arbeitslos ist, wird während der Purge zu Freiwild. Es ist der radikalkapitalistische US-Individualismus, bis zu seinem logischen Ende gedacht – der sich selbst regulierenden Gesellschaft.

In der Villa der Sandins beginnt eine nervenaufreibende Jagd auf Leben und Tod, vor der auch James' und Marys Kinder, Charlie und Zoey (Adelaide Kane) nicht sicher sind.
© Universal Pictures Switzerland
Es dürfte kein Zufall sein, dass die Rolle des designierten Purge-Opfers – des namenlosen Obdachlosen – dem afroamerikanischen Schauspieler Edwin Hodge zugedacht wurde. Dies spitzt die Satire des Films zu, indem darauf angespielt wird, dass der republikanische Traum vom bewaffneten Individualisten weissen Amerikanern vorbehalten ist. Besonders symbolträchtig wirkt in diesem Zusammenhang die Szene, in der James und Mary sich zum Widerstand gegen die Purger vor der Tür entschliessen – und Hodge verwundet und an einen Stuhl gefesselt zurücklassen.

So sehr The Purge auf der narrativen Ebene enttäuschen mag, so spannend ist es, sich über seine politische Dimension Gedanken zu machen. Seine Ideen, gerade vor dem Hintergrund der Entwicklung, welche die USA – und die Welt – in den letzten fünf Jahren durchlebt haben, erheben einen bestenfalls durchschnittlichen Genrefilm zu einem spannenden und streckenweise sogar nuanciert argumentierten Zeitdokument.

★★★

Saturday, 3 March 2018

Matar a Jesús

© Xenix Filmdistribution GmbH

★★★★

"Je länger der Film dauert, desto offenkundiger werden die komplexen Mechanismen, die in Medellín den Alltag bestimmen: Mora zeichnet das Bild einer Stadt, in der soziale Gräben, Klassenunterschiede, marode Institutionen, der Drogenhandel und die blutigen Auseinandersetzungen zwischen Gangs und Kartellen untrennbar miteinander verbunden sind."

Ganze Kritik auf Maximum Cinema (online einsehbar).

Wednesday, 28 February 2018

Ex Libris: The New York Public Library

Die Dokumentarfilme von Frederick Wiseman eignen sich nur bedingt zu mehreren durchgehenden Visionierungen. Oft dauern sie länger als drei Stunden, sie bleiben konsequent im stummen Beobachtermodus, und sie sind von einer fast schon obsessiven Gründlichkeit, die grossen Wert auf sich wiederholende Mechanismen legt. Wer einen Wiseman ein zweites Mal erleben will, tut dies zumeist in Ausschnitten.

Und das ist völlig in Ordnung so. Denn dieses eine Mal, wo man einen von Wisemans sogenannten "Institutionsfilmen" von A bis Z erlebt, genügt, um zu merken, dass man es hier mit einem unangefochtenen Meister seines Fachs zu tun hat. Der Guardian-Kritiker Peter Bradshaw nannte es "film-making which works from the ground up".

Das ist Wisemans Stil, perfektioniert im Laufe einer inzwischen über 50 Jahre währenden Karriere: Er erarbeitet einen Ort "von Grund auf" – fragt sich, was sich in einer öffentlichen Institution abspielt, zeigt dies in minutiösem Detail und tastet sich so langsam an eine höhere Wahrheit heran. Seine Filme tragen ebenso simple wie expressive Titel: High School (1968), Hospital (1970), Juvenile Court (1973), Racetrack (1985), Central Park (1989), Zoo (1993), Ballet (1995), Public Housing (1997), State Legislature (2006), At Berkeley (2013), National Gallery (2014), In Jackson Heights (2015). Sie gehen der Frage nach, wie moderne Gesellschaften funktionieren.

Gerade in den letzten Jahren wurde der 88-jährige Wiseman so zu einem stillen Verfechter von Bildung, Kunst und Diversität – in einer Zeit, wo alle drei unter politischem Dauerbeschuss stehen. At Berkeley setzt der altehrwürdigen Universität Berkeley, einem intellektuellen Zentrum der 68er-Bewegung, ein 244-minütiges Denkmal. National Gallery befasst sich mit der Bedeutung des Museums als Ort der Erinnerung und der Instruktion. Und In Jackson Heights, der als einer der besten Dokumentarfilme des laufenden Jahrhunderts gefeiert wird, ist ein Liebesbrief an eine der buntesten, multikulturellsten Ecken New Yorks.

Ex Libris: The New York Public Library setzt diesen Strang von Wisemans Schaffen nahtlos fort. Über 197 Minuten – ohne Off-Kommentar, ohne Namenseinblendungen, ohne explizite zeitliche und räumliche Verortung – erhält das Publikum Einblick in den Alltag der New York Public Library (NYPL): in ihre zahlreichen Lesesäle, ihre multimedialen Archive, ihre Kinderecken, ihre öffentlichen Veranstaltungen, ihre Vorstandssitzungen, ihre Gala-Dîners.

Die New York Public Library und ihre Zweigstellen sind unentbehrliche kulturelle Zentren in der US-Metropole.
© Xenix Filmdistribution GmbH
"Eine Bibliothek ist mehr als nur ein Bücherlager", mahnt eine niederländische Rednerin während der Präsentation eines neuen NYPL-Gebäudes, und Ex Libris trägt dieser Mahnung Rechnung. Nicht nur beschäftigt sich die Bibliothek mit weitaus mehr als nur Büchern; sie beschränkt sich auch nicht auf ein einziges Gebäude. Mittels Einstellungen von Strassenschildern und Hausfassaden schlängelt sich Wisemans "Narrativ" durch die Streets und Avenues von New York, von Zweigstelle zu Zweigstelle, markiert durch rote Flaggen mit einem Löwen-Logo – feste Bestandteile des urbanen Gefüges: chinesischer Waschsalon, dominikanischer Fast-Food-Laden, NYPL-Filiale.

So entsteht nach und nach das Bild der Bibliothek als limbisches System einer informierten und aktiven Bevölkerung. Das beginnt mit ihren Bücher- und Kunstsammlungen, ihren Kunstdarbietungen und den von ihr organisierten Diskussionen mit Persönlichkeiten wie Richard Dawkins, Elvis Costello, Patti Smith oder Ta-Nehisi Coates.

"Mehr als nur ein Bücherlager": In der NYPL entsteht die aufgeklärte Gesellschaft von morgen.
© Xenix Filmdistribution GmbH
Doch das ist nur die Oberfläche. Tausende von New Yorkern sind auf das Gratis-WLAN oder die Laptop- und Modem-Ausleihprogramme der NYPL angewiesen, um Zugang zum Internet zu haben. Sie stellt ihre Räumlichkeiten für Blindenschrift-Kurse zur Verfügung, für Informationsveranstaltungen für Behinderte, für Kinder-Förderprogramme, Seminare, Lesezirkel und Senioren-Tanzgruppen. Einwanderer erhalten hier Zugriff auf Ressourcen, die ihnen bei der Integration und der Einbürgerung helfen, sowie auf Zeitungen, Magazine und Filme, die sie aus ihrer Heimat kennen. Zwischen den Bücherregalen ist Platz für Debatten unter Gemeinschaftsarbeitern und Aktivisten.

Durchsetzt ist dieses NYPL-Panoptikum, wie schon National Gallery, von den trockenen, aber unentbehrlichen Gesprächen in unspektakulären Sitzungszimmern, wo Budgets, fiskalische Jahre, Sponsoren, Gönner und die Zusammenarbeit mit der Stadtregierung das Thema sind. Dies sind nie die attraktivsten Szenen in Wisemans Filmen, doch es ist bedeutsam, dass er immer wieder, in jedem erdenklichen Kontext, zu ihnen zurückkehrt: Eine Institution ist kein Elfenbeinturm; sie kann ihren Beitrag nur dann leisten, wenn sie sich an die äusseren Umstände anpassen und auf Veränderungen reagieren kann. Eine gesunde Institution, wie auch eine gesunde Gesellschaft, wächst an ihren Herausforderungen. (Hier liegt ein unerwarteter Berührungspunkt zwischen einer Wiseman-Dokumentation und der NBC-Sitcom Parks and Recreation.)

Die NYPL ermöglicht Introspektion.
© Xenix Filmdistribution GmbH
Insgesamt ist die Botschaft von Ex Libris natürlich nicht dem Zufall überlassen. Wiseman, der im Abspann als Produzent, Regisseur, Schnittmeister und Tontechniker aufgeführt ist, weiss, dass es keine neutrale Kamera gibt – und somit vertritt auch dieser Film, bei aller stiller Beobachtung, eine Weltanschauung, wenn auch keine explizit vertretene Meinung. Das Material, das es in die Endfassung geschafft hat, betont Gleichberechtigung und Emanzipation, Chancengleichheit und aufrichtiges Nachdenken über Privilegien, Kunst und Kultur, Wissenschaft und Forschung, Recherche und Geschichtsbewusstsein, Bildung und bürgerliches Engagement.

Ohne die Nennung auch nur eines einzigen Politikernamens stellt sich Ex Libris gegen mentale und physische Mauern, gegen Antiintellektualismus und die wieder in Mode gekommene Stimmungsmache gegen angebliche "Küsteneliten". Introspektion, wie sie Bibliotheken wie die NYPL ermöglichen, ist trotz des politisch feindseligen Klimas weder elitär noch arrogant. Sie ist das Fundament einer offenen, integrativen Gesellschaft.

★★★★★

Tuesday, 27 February 2018

Call Me by Your Name

© Praesens Film AG

★★★★★

"'Meisterwerk im Kleinformat' – im Grunde trifft diese Beschreibung auch auf den Film als Ganzes zu. Call Me by Your Name ist eine unspektakuläre Kinoperle – ein gemächlich erzähltes Drama, das den alltäglichen Erlebnissen seiner Figuren, auch dank Sayombhu Mukdeeproms Kameraarbeit und den betörenden Original-Songs von Sufjan Stevens, eine poetische Dimension verleiht."

Ganze Kritik auf Maximum Cinema (online einsehbar).

Sunday, 25 February 2018

Im Kino-Konzert


In der neuesten Ausgabe des Frame-Magazins findet sich ein Artikel von mir über das 21st Century Symphony Orchestra und seine Live-Begleitungen von Filmen im Luzerner KKL. Erhältlich ist das Heft an jedem Kiosk!

Tuesday, 20 February 2018

The Post

© Universal Pictures Schweiz

★★★★

"Sonderlich subtil mag der Aktualitätsbezug nicht sein – das Drehbuch steckt voller Dialogzeilen, die aus dem gegenwärtigen Mediendiskurs gegriffen zu sein scheinen –, doch Spielbergs Qualitäten als Geschichtenerzähler und -inszenator bleiben unbestreitbar. The Post ist rasant und intensiv erzählt und ist ein höchst unterhaltsamer Beitrag zum altehrwürdigen Hollywood-Genre des journalistischen Kammerspiels."

Ganze Kritik auf Maximum Cinema (online einsehbar).

Thursday, 15 February 2018

The Disaster Artist

© 2017 Warner Bros. Ent.

★★★

"But while all of this is consistently funny and entertaining, the film's emotional trajectory rings increasingly hollow. After trying its best to capture the erratic essence of Wiseau for most of its runtime, it ultimately reverts back to trying to offer him a straightforward redemption."

Ganze Kritik auf The Zurich English Student (online einsehbar).

Wednesday, 7 February 2018

"The Florida Project": Maximum-Cinema-Vorpremiere

Der Facing the Bitter Truth-Schreiberling führt ein.
© Maximum Cinema / Filmcoopi

Schon zum zweiten Mal hatte ich die Ehre, die Einführung zu einer Maximum Cinema-Vorpremiere zu halten: Nachdem ich im Januar die Zuschauer zu The Killing of a Sacred Deer begrüsste, durfte ich gestern im Zürcher Kino KOSMOS in Sean Bakers The Florida Project einführen. Die Retrospektive lässt sich auf Maximum Cinema nachlesen. Und es geht im gleichen Rhythmus weiter: Am 1. März zeigt Maximum Cinema den grossartigen A Ghost Story im Rahmen einer Spezialvorstellung. Tickets gibt es hier.

Thursday, 1 February 2018

A Ghost Story

© A24

★★★★★

"A Ghost Story geht es um die grossen Themen – Liebe, Tod, Zeit –, was auf den ersten Blick prätentiös wirken mag. Tatsächlich erinnert der Film vorab auch an Werke, die an diesem Anspruch gescheitert sind: Denis Villeneuves Science-Fiction-Drama Arrival (2016) etwa, oder The Tree of Life (2011) und Song to Song (2017) von Terrence Malick. Doch anders als Malick ertränkt Lowery seine Vision nicht in Voiceovern; und im Gegensatz zu Villeneuve erliegt er auch nicht dem Fehlschluss, seine Ideen allzu explizit erläutern zu müssen. Stattdessen belässt er es bei einfachen Szenen, langen, starren Einstellungen, wenigen Worten, expressiv-melancholischer Musik und einem starken Leitmotiv."

Ganze Kritik auf Maximum Cinema (online einsehbar).

Thursday, 25 January 2018

The Florida Project

© Filmcoopi

★★★★★

"Gemacht ist dieses ebenso so schöne wie traurige Stimmungsbild virtuos – erzählerisch, emotional und nicht zuletzt ästhetisch. Wie bereits Tangerine (2015), Bakers schrille, mit einem iPhone gedrehte Komödie über einen Tag im Leben zweier Transgender-Prostituierten in Los Angeles, begeistert The Florida Project mit satten Farben, goldenen Sonnenuntergängen und einem starken Sinn für Bewegung und Kadrage. Dass es bei den Oscarnominationen nur bei der (hochverdienten) Erwähnung von Dafoe blieb, ein Jammer, hat man es hier doch mit einem wunderbaren Gesamtkunstwerk zu tun."

Ganze Kritik auf Maximum Cinema (online einsehbar).

Monday, 22 January 2018

Downsizing

Mit The Descendants (2011) und Nebraska (2013) hat Sideways-Regisseur Alexander Payne zwei der besten amerikanischen Filme dieses Jahrzehnts gedreht. Es waren zwei aufrichtige, emotional komplexe, zärtlich humorvolle Familiengeschichten, die Lust auf regelmässigere Payne-Projekte machten.

Vier Jahre vergingen, bevor der Wunsch erfüllt wurde. In Downsizing widmen sich Payne und Co-Autor Jim Taylor einer Idee, die ihnen schon Mitte der 2000er Jahre gekommen war, sie aus verschiedenen Gründen aber erst jetzt realisieren konnten: eine Science-Fiction-Tragikomödie über eine Welt, in der Menschen geschrumpft werden, um die Natur zu schonen.

Herausgekommen ist ein hochgradig seltsamer Film. Hat man angesichts der "Was wäre, wenn...?"-Prämisse anfänglich noch das Gefühl, einer spielfilmlangen Episode der TV-Serie Black Mirror beizuwohnen, durchläuft das Ganze bis zu seinem Ende dermassen viele Gangwechsel, dass einem lediglich verwirrtes Kopfschütteln übrig bleibt.

Der Held von Downsizing ist Paul (Matt Damon), der sich von der Titel gebenden Verkleinerungskur eine bessere Zukunft für sich und seine Ehefrau Audrey (Kristen Wiig) verspricht. Da man nach besagter Prozedur nur noch zwölf Zentimeter gross ist, sinken die Lebenskosten massiv, was dazu führt, dass sich das Vermögen der Menschen ums Tausendfache multipliziert, sobald sie im Kleinformat angekommen sind. Doch als Audrey in allerletzter Sekunde einen Rückzieher macht, ist Paul klein, allein und bald schon geschieden. So wartet in der Schrumpfmetropole Leisureland kein Luxusleben ohne Arbeit auf ihn, sondern ein deprimierender Bürojob in einem Callcenter.

Bis hierhin sind gut 40 Minuten vergangen – genug Zeit für den Film, die nötige Exposition mit teils ermüdendem Detailreichtum hinter sich zu bringen, unnötige Cameos einzustreuen (Margo Martindale, Neil Patrick Harris, Laura Dern) und lasche Witzchen über Penis- und andere Grössenverhältnisse fallen zu lassen. Auch wird Audrey im Laufe dieses ersten Drittels komplett aus dem Film herausgeschrieben – wobei ihre an sich nachvollziehbaren Bedenken bezüglich des "Downsizings" selbstsicher als bösartiger Verrat an Paul dargestellt wird. Es sind Elemente wie dieses – leichtfertige Ignoranz gegenüber aktueller kultureller Diskurse –, die daran erinnern, dass das Drehbuch zu Downsizing vor mindestens zehn Jahren verfasst wurde.

Paul (Matt Damon, links) hofft auf ein besseres Leben im Kleinformat.
© Paramount Pictures
Wer sich politische und soziale Satire versprach – eigentlich ja die Grundlage von solchen Konzeptfilmen –, wird bis zu diesem Punkt mit einem betrunkenen Pöbler, der das Wahlrecht verkleinerter Menschen einschränken will, abgespeist. Zwar wird dieser thematische Aspekt in der Folge konkreter, wenn auch nicht unbedingt besser.

Denn einige Zeit nach seiner Scheidung von Audrey lernt Paul über seinen partyhungrigen Nachbarn Dušan (ein hoch motivierter Christoph Waltz) die vietnamesische Dissidentin Ngoc Lan Tran (Hong Chau) kennen, die inzwischen ein Dasein als Putzhilfe für reiche Müssiggänger wie Dušan fristet. Durch sie entdeckt Paul die Kehrseite des Leisureland-Überflusses: die Slums, in denen die arme Bevölkerung täglich ums Überleben kämpft.

Hier liegt wohl irgendwo eine Parabel auf die USA und ihren brutalen Umgang mit hispanischen und afrikanischen Immigranten begraben – man denke an Donald Trumps "Shithole countries"-Ausbruch. Doch auch hier bemühen Payne und Taylor die denkbar unglücklichste Art und Weise, sich dem Thema zu nähern: Sie pressen den naiven weissen Mittelständler Paul in einen Handlungsstrang, in dem er im Grunde nichts verloren hat, und verwandeln ihn kurzerhand in einen unentbehrlichen Partner für Lan Tran in ihrer Mission, sich um die kranken und hungernden Menschen im Leisureland-Slum zu kümmern.

Nach seinem "Downsizing" trifft Paul auf Ngoc Lan Tran (Hong Chau), die ihm das Leid hinter der luxuriösen Fassade der Schrumpfstadt Leisureland zeigt.
© Paramount Pictures
Lan Tran wiederum ist eine schrecklich konzipierte Figur – die haarsträubende Karikatur einer Vietnamesin, deren Akzent wiederholt als komödiantisches Stilmittel eingesetzt wird. Letztendlich ist es einzig Hong Chaus grossartige Darbietung, voller Kampfgeist und Intelligenz, die Lan Tran von rassistischer Farce trennt. Für ein Drehbuch ist das in der Regel ein schlechtes Zeichen.

Dieses schickt unsere Helden schliesslich nach Norwegen, um einen Blick auf die zurückgezogen lebende erste Schrumpf-Kolonie der Welt zu werfen. Wenn Downsizing im Laufe des Mittelteils erzählerisch vom Weg abgekommen ist, stürzt er sich hier über die metaphorische Klippe. Bedeutungsschwangere Dialoge über den nahenden Weltuntergang und ein Plädoyer für Aktivismus und gegen Fatalismus treffen auf wunderlich platzierte Versuche, Looney-Tunes-Humor zu adaptieren, sowie weitere Wendungen, die Paul als Protagonisten schlicht disqualifizieren.

Selten liessen sich die positiven Aspekte eines Films so prägnant zusammenfassen, wie es bei Downsizing der Fall ist: Hong Chau, gefangen in einer unwürdig geschriebenen Figur, ist der einzige nennenswerte Lichtblick in einem überlangen, unfokussierten, von A bis Z fehlgeleiteten Projekt. Es ist mit grossem Abstand der bisherige Tiefpunkt in Alexander Paynes Karriere.

Wednesday, 10 January 2018

"Facing the Bitter Truth"-Filmpreis 2017

BESTER FILM


  • Baby Driver
  • Detroit
  • Grave
  • Happy End
  • I Am Not Your Negro
  • Jackie
  • La La Land
  • Manchester by the Sea
  • Moonlight
  • The Other Side of Hope


BESTE REGIE


  • Kaouther Ben Hania – La belle et la meute
  • Kathryn Bigelow – Detroit
  • Bertrand Bonello – Nocturama
  • Julia Ducournau – Grave
  • Barry Jenkins – Moonlight
  • Dee Rees – Mudbound
  • Edgar Wright – Baby Driver


BESTE HAUPTDARSTELLERIN


  • Mariam Al Ferjani als Mariam in La belle et la meute
  • Alexandra Borbély als Mária Rácz in On Body and Soul
  • Taraji P. Henson als Katherine Goble Johnson in Hidden Figures
  • Jennifer Lawrence als Mother in mother!
  • Ruth Negga als Mildred Loving in Loving
  • Natalie Portman als Jacqueline "Jackie" Kennedy in Jackie
  • Kristen Stewart als Maureen Cartwright in Personal Shopper


BESTER HAUPTDARSTELLER


  • Joel Edgerton als Richard Loving in Loving
  • Shahab Hosseini als Emad Etesami in The Salesman
  • Daniel Kaluuya als Chris Washington in Get Out
  • Jean-Pierre Léaud als König Louis XIV in La mort de Louis XIV
  • Josh O'Connor als Johnny Saxby in God's Own Country
  • Robert Pattinson als Constantine "Connie" Nikas in Good Time
  • Andy Serkis als Caesar in War for the Planet of the Apes


BESTE NEBENDARSTELLERIN


  • Taraneh Alidoosti als Rana Etesami in The Salesman
  • Mary J. Blige als Florence Jackson in Mudbound
  • Kirsten Dunst als Edwina Morrow in The Beguiled
  • Naomie Harris als Paula in Moonlight
  • Michelle Pfeiffer als Woman in mother!
  • Octavia Spencer als Dorothy Vaughan in Hidden Figures
  • Tilda Swinton als Lucy und Nancy Mirando in Okja


BESTER NEBENDARSTELLER


  • Mahershala Ali als Juan in Moonlight
  • Ian Hart als Martin Saxby in God's Own Country
  • Lucas Hedges als Patrick Chandler in Manchester by the Sea
  • Garrett Hedlund als Jamie McAllan in Mudbound
  • Bill Skarsgård als It / Pennywise the Dancing Clown in It
  • Patrick Stewart als Charles Xavier / Professor X in Logan
  • Jean-Louis Trintignant als Georges Laurent in Happy End


BESTE VOICEOVER-PERFORMANCE


  • Will Arnett als Bruce Wayne / Batman in The Lego Batman Movie
  • Bradley Cooper als Rocket in Guardians of the Galaxy Vol. 2
  • Zach Galifianakis als The Joker in The Lego Batman Movie
  • Gael García Bernal als Héctor in Coco
  • Samuel L. Jackson als James Baldwin in I Am Not Your Negro
  • Sixtine Murat als Camille in Ma vie de Courgette
  • Alanna Ubach als Mamá Imelda Rivera in Coco


BESTES SCHAUSPIEL-ENSEMBLE


  • Detroit – John Boyega, Joseph David-Jones, Nathan Davis Jr., Kaitlyn Dever, John Krasinski, Jacob Latimore, Anthony Mackie, Jason Mitchell, Hannah Murray, Ben O'Toole, Will Poulter, Jack Reynor, Algee Smith, Ephraim Sykes, Leon Thomas III
  • Hidden Figures – Mahershala Ali, Kevin Costner, Kirsten Dunst, Taraji P. Henson, Janelle Monáe, Jim Parsons, Glen Powell, Octavia Spencer
  • Manchester by the Sea – Casey Affleck, Anna Baryshnikov, Heather Burns, Kyle Chandler, Tate Donovan, Kara Hayward, Lucas Hedges, Gretchen Mol, Michelle Williams, C. J. Wilson
  • Moonlight – Mahershala Ali, Patrick Decile Naomie Harris, Alex Hibbert, André Holland, Jharrel Jerome, Janelle Monáe, Jaden Piner, Trevante Rhodes, Ashton Sanders
  • Mudbound – Jonathan Banks, Mary J. Blige, Jason Clarke, Kelvin Harrison Jr., Garrett Hedlund, Jason Mitchell, Rob Morgan, Carey Mulligan
  • The Salesman – Maral Bani Adam, Shirin Aghakashi, Taraneh Alidoosti, Sahra Asadollahi, Ehteram Boroumand, Emad Emami, Shahab Hosseini, Babak Karimi, Mehdi Koushki, Mojtaba Pirzadeh, Mina Sadati, Farid Sajadhosseini, Sam Valipour
  • Thor: Ragnarok – Cate Blanchett, Benedict Cumberbatch, Matt Damon, Idris Elba, Jeff Goldblum, Chris Hemsworth, Luke Hemsworth, Tom Hiddleston, Anthony Hopkins, Rachel House, Sam Neill, Mark Ruffalo, Tessa Thompson, Karl Urban, Taika Waititi


BESTER NICHT-ENGLISCHSPRACHIGER FILM


  • La belle et la meute (Arabisch)
  • Graduation (Rumänisch)
  • Grave (Französisch)
  • Happy End (Französisch)
  • Kedi (Türkisch)
  • Ma vie de Courgette (Französisch)
  • La mort de Louis XIV (Französisch)
  • Nocturama (Französisch)
  • On Body and Soul (Ungarisch)
  • The Other Side of Hope (Finnisch)


BESTER ANIMATIONSFILM


  • Coco
  • The Lego Batman Movie
  • Ma vie de Courgette


BESTER DOKUMENTARFILM


  • Human Flow
  • I Am Not Your Negro
  • Kedi


BESTES ORIGINALDREHBUCH


  • Get Out – Jordan Peele
  • Graduation – Cristian Mungiu
  • Jackie – Noah Oppenheim
  • Manchester by the Sea – Kenneth Lonergan
  • Nocturama – Bertrand Bonello
  • On Body and Soul – Ildikó Enyedi
  • Wilde Maus – Josef Hader


BESTES ADAPTIERTES DREHBUCH


  • La belle et la meute – Kaouther Ben Hania (basierend auf der Autobiografie Coupable d'avoir été violée von Meriem Ben Mohamed)
  • The Beguiled – Sofia Coppola (basierend auf dem Roman The Beguiled von Thomas P. Cullinan sowie dem Film The Beguiled von Don Siegel)
  • Guardians of the Galaxy Vol. 2 – James Gunn (basierend auf der Comicreihe Guardians of the Galaxy von Dan Abnett und Andy Lanning sowie dem Film Guardians of the Galaxy von James Gunn)
  • The Lego Batman Movie – Seth Grahame-Smith, Chris McKenna, Erik Sommers, Jared Stern, John Whittington (basierend auf Figuren aus dem Film The Lego Movie von Phil Lord und Christopher Miller sowie der Comicfigur Batman von Bill Finger und Bob Kane)
  • The Lost City of Z – James Gray (basierend auf dem Sachbuch The Lost City of Z von David Grann)
  • Ma vie de Courgette – Céline Sciamma (basierend auf dem Roman Autobiographie d'une Courgette von Gilles Paris)
  • Moonlight – Barry Jenkins, Tarell Alvin McCraney (basierend auf dem unveröffentlichten Theaterstück In Moonlight Black Boys Look Blue von Tarell Alvin McCraney)


 BESTE KAMERA




  • The Beguiled – Philippe Le Sourd
  • Blade Runner 2049 – Roger Deakins
  • Dunkirk – Hoyte van Hoytema
  • Jackie – Stéphane Fontaine
  • La La Land – Linus Sandgren
  • Moonlight – James Laxton
  • Mudbound – Rachel Morrison


BESTER SCHNITT


  • 20th Century Women – Leslie Jones
  • Baby Driver – Jonathan Amos, Paul Machliss
  • Dunkirk – Lee Smith
  • Good Time – Ronald Bronstein, Ben Safdie
  • Logan Lucky – Steven Soderbergh
  • Moonlight – Joi McMillon, Nat Sanders
  • The Other Side of Hope – Samu Heikkilä


BESTE FILMMUSIK


  • Nicholas Britell – Moonlight
  • Tamar-kali Brown – Mudbound
  • Sophie Hunger – Ma vie de Courgette
  • Justin Hurwitz – La La Land
  • Mica Levi – Jackie
  • Daniel Lopatin – Good Time
  • John Williams – Star Wars: The Last Jedi 


BESTER TON


  • Baby Driver – Mary H. Ellis, James Peterson, Julian Slater
  • Blade Runner 2049 – Theo Green, Mark A. Mangini
  • Dunkirk – Richard King, Mark Weingarten
  • Good Time – Ryan M. Price, Patrick Southern
  • Jackie – David Miranda
  • Personal Shopper – Nicolas Moreau
  • Star Wars: The Last Jedi – Ren Klyce, Bonnie Wild, Matthew Wood


BESTE AUSSTATTUNG


  • The Beguiled – Jennifer Dehghan, Anne Ross, Amy Silver
  • Blade Runner 2049 – David Doran, Bence Erdelyi, Lydia Fry, Dennis Gassner, Paul Inglis, Tibor Lázár, Rod McLean, Alessandra Querzola, Stefan Speth
  • Free Fire – Paul Frost, Liz Griffiths, Nigel Pollock, Paki Smith
  • La mort de Louis XIV – Sebastián Vogler
  • mother! – Larry Dias, Isabelle Guay, Deborah Jensen, Martine Kazemirchuk, Philip Messina
  • Silence – Dante Ferretti, Huang Wen-Ying, Francesco Lo Schiavo, Michael Tsung-Ying Yang, Wang Zhi-Yeng, Weng Ding-Yang
  • Star Wars: The Last Jedi – Andrew Bennett, Neal Callow, Todd Cherniawsky, Dean Clegg, John Dexter, Rick Heinrichs, Jason Knox-Johnston, Chris Lowe, Richard Roberts, Phil Sims, Matt Wynne


BESTE KOSTÜME


  • The Beguiled – Stacey Battat
  • Free Fire – Emma Fryer
  • La mort de Louis XIV – Nina Avramovic
  • Star Wars: The Last Jedi – Michael Kaplan
  • Thor: Ragnarok – Mayes C. Rubeo
  • Valerian and the City of a Thousand Planets – Olivier Bériot
  • Wonder Woman – Lindy Hemming


BESTE SPEZIALEFFEKTE


  • Baby Driver
  • Blade Runner 2049
  • Dunkirk
  • Guardians of the Galaxy Vol. 2
  • Okja
  • Star Wars: The Last Jedi
  • War for the Planet of the Apes


"SPOILER ALERT": BESTE SZENE




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Nominationen-Total:
  • 10 Nominationen: Moonlight
  • 7 Nominationen: Mudbound, Jackie
  • 6 Nominationen: Baby Driver, Star Wars: The Last Jedi
  • 5 Nominationen: The Beguiled, Manchester by the Sea, Ma vie de Courgette
  • 4 Nominationen: Coco, La belle et la meute, Blade Runner 2049, Dunkirk, Good Time, Guardians of the Galaxy Vol. 2, La La Land, The Lego Batman Movie, La mort de Louis XIV
  • 3 Nominationen: Detroit, Get Out, God's Own Country, Grave, Happy End, Hidden Figures, I Am Not Your Negro, mother!, Nocturama, On Body and Soul, The Other Side of Hope, Personal Shopper, The Salesman, Thor: Ragnarok
  • 2 Nominationen: Free Fire, Graduation, It, Kedi, Loving, Okja, War for the Planet of the Apes, Wonder Woman
  • 1 Nomination: 20th Century Women, Human Flow, Logan, Logan Lucky, The Lost City of Z, Silence, Valerian and the City of a Thousand Planets, Wilde Maus

Tuesday, 9 January 2018

The Best Films of 2017


"The year is over – time for the best-of lists to pour in; time for me to throw my own picks for the best films of the year into the mix. It may be excruciating to choose favourites – arguably even 'anti-art', as New Yorker TV critic Emily Nussbaum puts it – but I’d be lying if I said I didn’t look forward to the process every single year, again and again. In 2017, I didn’t even struggle to find a clear film of the year, which, as regular readers of my lists will know, has become something of a rarity recently."

Zu lesen gibt es die Liste auf The Zurich English Student.