Samstag, 27. Februar 2021

Music

© 2020 Alamode Film / Ascot Elite Schweiz



"Leider braucht Music nicht einmal eine halbe Minute, um klarzustellen, warum die Kritik an Zieglers Casting gerechtfertigt war. Ziegler spielt die autistische Titelfigur, die 14-jährige Music, mit unangenehmem Nachdruck: Sie beisst sich inbrünstig auf die Lippe, verdreht hingebungsvoll die Augen, schlägt sich mit den Händen immer wieder gegen den eigenen Körper – es ist eine Autismus-Maskerade aus dem Bilderbuch, die bisweilen an die Bemühungen von Pausenplatzrüpeln erinnert, 'behindert' zu spielen."

Ganze Kritik auf Maximum Cinema

Dienstag, 23. Februar 2021

Maximum Cinema Filmpodcast #19: Bye Bye Blue Sky, Au revoir Schweizer Oscar, "World of Tomorrow", "Ma Rainey's Black Bottom" und "Malcolm & Marie"

© Olivier Samter

Ein Animationsstudio macht dicht, und die Schweiz scheidet sang- und klanglos aus dem Oscarrennen aus. Auch Don Hertzfeldts oscarnominierter Kurzfilm World of Tomorrow (2015) stimmt eher melancholisch – wenn auch im positiven Sinne. So richtig ins Diskutieren kommen Daniel, Lola, Olivier und ich, wenn es um die Bühnenadaption Ma Rainey's Black Bottom und das polarisierende Kammerspiel Malcolm & Marie geht. Folge 19 des Maximum Cinema-Podcasts ist auf allen gängigen Plattformen verfügbar.

Freitag, 19. Februar 2021

News of the World

© Universal Pictures International Switzerland / Bruce W. Talamon / Netflix

★★★★

"News of the World ist eine ruhig erzählte, geradezu malerisch inszenierte Hommage ans goldene Zeitalter des Hollywood-Westerns, an die Blütezeit von John Ford (The Searchers), Howard Hawks (Red River) und Anthony Mann (Winchester '73). Anstelle der hektischen Handkamera-Aufnahmen, die man sich von Greengrass gewohnt ist, findet man hier wunderschöne texanische Panoramen in allen möglichen Farb- und Lichtabstufungen, deren ästhetische Bezüge offensichtlicher nicht sein könnten: Regisseur Greengrass und Kameramann Dariusz Wolski (Pirates of the Caribbean, The Martian) schwelgen in Verweisen auf Ford, Hawks und die amerikanische Landschaftsmalerei."

Ganze Kritik auf Maximum Cinema

Freitag, 12. Februar 2021

Malcolm & Marie

© Dominic Miller/NETFLIX © 2021



"Das Drehbuch bewegt sich auf dem Niveau eines übermotivierten Filmschul-Erstsemestlers, von den grossen, von Klischees durchsetzten Reden bis hin zu den sprunghaften Figuren, die schon bei der kleinsten Provokation jegliche Selbstbeherrschung verlieren. Malcolm und Marie wirken nicht wie glaubwürdige Figuren, sondern wie hohle Gefässe, aus denen bierernste, inhaltlich haarsträubende Zeilen über Kunst, Kritik und 'wahre Liebe' erklingen. Bald einmal fragt man sich, warum die beiden Akteure überhaupt noch zusammen sind."

Ganze Kritik auf Maximum Cinema

Mittwoch, 10. Februar 2021

Maximum Cinema Filmpodcast #18: Golden-Globes-Sh*tposting, "Pretend It's a City", "One Night in Miami" und "The White Tiger"

© Olivier Samter

Auch in diesem Jahr provozieren die Golden-Globes-Nominationen Stirnrunzeln, doch davon erholen sich Daniel, Lola, Olivier und ich schnell – dank Martin Scorseses wunderbarer Doku-Miniserie Pretend It's a City über die redselige New Yorker Ikone Fran Lebowitz. Auch One Night in Miami konnte wenigstens 50 Prozent des Moderationsteams überzeugen; und auch The White Tiger liefert mehr als genug Diskussionsstoff. Und damit nicht genug: Folge 18 enthält die längste Post-Credits-Szene der Maximum Cinema-Podcastgeschichte. Der Podcast ist auf allen gängigen Plattformen verfügbar.

Dienstag, 9. Februar 2021

One Night in Miami

© Amazon Studios

★★★★

"Dass so eine Adaption schnell einmal wie abgefilmtes Theater ohne viel filmhandwerklichen Elan wirken kann, hat vor weniger als zwei Monaten George C. Wolfes blasse August–Wilson-Interpretation Ma Rainey’s Black Bottom (2020) gezeigt. Doch Powers und King, die auf diverse TV-Regie-Engagements (Scandal, This Is Us) hier nun ihr Spielfilmdebüt folgen lässt, haben an den richtigen Schrauben gedreht, um mit One Night in Miami nicht nur thematisch, sondern auch ästhetisch und erzählerisch zu überzeugen."

Ganze Kritik auf Maximum Cinema