Montag, 19. Juli 2021

Locarno Critics Academy 2021

Vom 4. bis 14. August findet das 74. Locarno Film Festival statt – und ich werde nicht 'nur' als Kritiker dabei sein, sondern als eines von zehn Mitgliedern der vom Festival organisierten Locarno Critics Academy, einem internationalen Filmjournalismus-Workshop. Ich freue mich schon sehr darauf, mich mit meinen Academy-Kolleg*innen auszutauschen und, mit Stift und Notizblock bewaffnet, Locarno unsicher zu machen!

Mittwoch, 14. Juli 2021

First Cow

© Sister Distribution / © Allyson Riggs / A24 Films

★★★★★

"First Cow handelt, wie alle Filme von Kelly Reichardt, vom Gestrandetsein: vom Kampf, als einsames Individuum ein Spielball von äusseren Umständen zu sein, die man kaum beeinflussen kann; aber auch von den kleinen Gesten der Freundschaft und des Mitgefühls, welche dieser emotionalen Last entgegenwirken können. Es ist eine schlichte, aber zutiefst empathische Liebeserklärung an die unspektakulären Freuden und Hoffnungen im Leben – und zugleich ein klarsichtiges Drama über die gesellschaftlichen und historischen Kräfte, die dafür sorgen, dass man sich an Männer wie Factor erinnert, solche wie Cookie und Lu aber im Nebel der Geschichte verschwinden."

Ganze Kritik auf Maximum Cinema

Dienstag, 13. Juli 2021

Maximum Cinema Filmpodcast #29: Schwarzenegger-Nostalgie, Titanenkampf in 4DX, Hollywoodkino mit Biss

© Olivier Samter

Zusammen mit Daniel und Lola schwärme ich in Folge 29 des Maximum Cinema-Podcasts ein wenig von Arnold Schwarzenegger und The Terminator, bevor wir uns den grossen Themen der Woche widmen: Wir haben uns Adam Wingards Monster-Klopperei Godzilla vs. Kong angeschaut – Lola sogar in 4DX – sowie, quasi zum intellektuellen Ausgleich, Shaka Kings oscarprämiertes Drama Judas and the Black Messiah. Der Podcast ist auf allen gängigen Plattformen verfügbar.

Samstag, 10. Juli 2021

Minari

© Photo by Melissa Lukenbaugh, Courtesy of A24 / Im Verleih von PATHÉ FILMS AG

★★★★★

"Folgerichtig ist Minari – trotz Lachlan Milnes betörenden Aufnahmen von Sonnenuntergängen und spriessenden Pflanzen, trotz den verträumt-sphärischen Klängen von Emile Mosseris grandiosem Musikscore, trotz den Momenten, in denen Anne und David aufgrund ihres Aussehens mit rassistischer Ignoranz konfrontiert werden – weder eine nostalgische Verklärung von Jacobs Unternehmergeist noch ein didaktisches Lehrstück, das den Alltag der Yis auf einen einzigen langen Kampf gegen amerikanischen Rassismus reduziert."

Ganze Kritik auf Maximum Cinema

Sonntag, 4. Juli 2021

Judas and the Black Messiah

© 2021 Warner Bros. Entertainment Inc. All Rights Reserved.

★★★★

"Judas and the Black Messiah ist Hollywoodkino aus dem Bilderbuch – von Sean Bobbitts punktuell eindringlicher Bildsprache über die streckenweise etwas fransige Erzählung bis hin zum Übermass an Texttafeln zum Schluss. Doch King und seine Co-Autoren haben es geschafft, diesen Modus, in dem im Kino oftmals zur politischen Mässigung aufgerufen wird (siehe The Trial of the Chicago 7), mit mitreissendem progressivem Furor aufzuladen und Fred Hampton und seiner Vision der Black Panther Party ein ebenso substanzielles wie zugängliches Denkmal zu setzen."

Ganze Kritik auf Maximum Cinema

Dienstag, 29. Juni 2021

Maximum Cinema Filmpodcast #28: Sommer, Sonne und Demenz

© Olivier Samter

Daniel, Olivier und ich lassen es in Folge 28 des Maximum Cinema-Podcasts bei zwei Filmen (und einem inzwischen von der Realität überholten EM-Witz) bewenden: Nach einer Konversation über Godzilla und mehr oder weniger persönliche Updates nehmen wir Florian Zellers oscarprämiertes Demenz-Drama The Father sowie Pixars sommerlichen Italien-Trip Luca unter die Lupe. Der Podcast ist auf allen gängigen Plattformen verfügbar.

Mittwoch, 23. Juni 2021

The Father

Von Romanzen wie The Notebook (2004) über Sexkomödien wie Friends with Benefits (2011) bis hin zu Arthouse-Dramen wie The Roads Not Taken (2020): Demenz ist eine beliebte Filmthematik. Nicht nur bedient die Krankheit mit ihrer schrittweisen Zerstörung von Identität und Bewusstsein eine menschliche Urangst; sie ist dermassen verbreitet, dass es wohl nur wenige Menschen gibt, in denen der Gedanke an sie nicht eine starke emotionale Reaktion auslöst. Wie gemacht für ein Medium, das von grossflächiger Publikumsmanipulation lebt.

Das ist denn auch die Kehrseite der Medaille: Es bedarf nicht viel, um die Präsenz von Demenz in einem Film wie einen billigen Griff in die emotionale Trickkiste wirken zu lassen. Friends with Benefits benutzte sie als unmotiviertes tragisches Gegengewicht zur locker-flockigen Beziehungsfarce; The Iron Lady (2011) heischte damit Mitleid für die umstrittene Margaret Thatcher; Honig im Kopf (2014) verarbeitete die Verwirrung eines Demenzkranken zu einer heiteren Komödie mit sentimentalem Anstrich.

Insofern ist es Florian Zellers The Father hoch anzurechnen, dass er sich in seiner Darstellung eines dementen Rentners damit zurückhält, die Krankheit allzu rührselig oder gar geschmacklos auszuschlachten. Im Gegenteil: Zellers Adaption seines eigenen Theaterstücks steht den emotional eher kühlen Erzählexperimenten eines Christopher Nolan letztlich wohl näher als einem gewissenhaft-empathischen Alzheimer-Drama wie Sarah Polleys Away from Her (2006) oder Richard Glatzers und Wash Westmorelands Still Alice (2014).

Im Zentrum von The Father steht Anthony, gespielt von Anthony Hopkins: ein kultivierter Mann um die 80, der sich mit Händen und Füssen dagegen wehrt, wegen seiner angeblich nachlassenden mentalen Kapazitäten aus seiner Londoner Stadtwohnung ausziehen zu müssen. Aber ist es überhaupt seine Wohnung oder die seiner Tochter Anne (Olivia Colman)? Bleibt Anne nun mit Ehemann Paul (Rufus Sewell) an Ort und Stelle, oder zieht sie zu ihrem neuen Freund nach Paris? Wer sind diese anderen Menschen, welche immer wieder in die Rollen von Anne (Olivia Williams) und Paul (Mark Gatiss) zu schlüpfen scheinen? Und warum wird Anthony jeden Abend Hühnchen zum Essen vorgesetzt?

Anthony (Anthony Hopkins) ist demenzkrank und fühlt sich in den eigenen (?) vier Wänden zunehmend verloren.
© Ascot Elite Entertainment Group. All Rights Reserved.

Anders als etwa Sally Potter, deren The Roads Not Taken die scheinbare geistige Abwesenheit demenzkranker Menschen zu einer Art Seelenwanderung uminterpretierte, inszeniert Zeller das Vergessen als surreal-kafkaesken Horror. Anthony verschanzt sich – und wirkt gefangen – in den eigenen (?) vier Wänden, umgeben von Menschen, die er entweder nicht kennt oder, wenn er sie kennt, nicht versteht, weil sie ihm nichts als widersprüchliche Information einzuflössen scheinen. Manchmal kommen ihm inmitten einer Konversation die Gesprächspartner*innen abhanden; Tageswechsel sind kaum erkennbar; die neue Pflegerin (Imogen Poots), die tagsüber ein Auge auf Anthony halten soll, stellt sich mehrmals vor.

The Father ist eine clevere Visualisierung der allumfassenden, mal beängstigenden, mal aufreibenden, mal ärgerlichen Verwirrung, die mit altersbedingtem Gedächtnisverlust einhergeht – auch weil Zeller den räumlich begrenzten Schauplatz auf eine Art und Weise in Szene setzt, die eine eindeutige Orientierung praktisch verunmöglicht. Welcher Korridor in welches Zimmer mündet, wohin Figuren genau gehen, wenn sie das Blickfeld von Ben Smithards Kamera verlassen – all das bleibt, auch dank kreativer Setdesign-Spielereien, bis zum Schluss ein Rätselraten.

Anthonys Tochter Anne (Olivia Colman) ist von ihrem verwirrten Vater überfordert.
© Ascot Elite Entertainment Group. All Rights Reserved.

Allerdings stösst irgendwann auch das Mystery-Konzept im Umgang mit Demenz an seine erzählerischen Grenzen. Zwar liefert der grosse Anthony Hopkins, wie es zu erwarten war, eine herausragende, inzwischen zu Recht oscarprämierte Performance zwischen aufbäumendem Draufgängertum und kindlicher Verlorenheit ab – und schafft so in gewissen Momenten ein wirksames Gegengewicht zu Zellers ausgefeiltem Verwirrspiel. Doch allzu oft erinnert The Father an eine spannende, aber blutleere Drehbuch-Übung – ein Eindruck, der von einem an sich hochkarätigen Restcast unterstrichen wird, der weit hinter seinem Potenzial zurückbleibt. Olivia Colman bleibt enttäuschend farblos, Mark Gatiss und Olivia Williams haben kaum Zeit, ihre unheimlich distanzierten Figuren einzubringen. Einzig Rufus Sewell, der in Anthonys Augen zur Karikatur eines Bösewichts wird, schafft es vereinzelt, sich mit Hopkins ein anregendes Schauspielduell zu liefern.

Demenz bleibt also ein kniffliges Filmthema. Mit Ausnahme der letzten fünf Minuten verzichtet The Father weitgehend auf die Tränendrüsen-Sentimentalität, mit welcher der Krankheit in der Regel begegnet wird. Zellers Entschluss, die Erfahrung seiner dementen Hauptfigur als beunruhigendes, subjektives Mysterydrama zu inszenieren, schlägt aber zu weit in die andere Richtung aus: Der Trick ist bewundernswertes, ja beeindruckendes Schreibhandwerk, das emotional jedoch leider nicht zu packen vermag.

★★★

Montag, 14. Juni 2021

ONE FOR YOU: "Nomadland" & "The Rider"

In the last episode of the One for You podcast before the start of the summer break, Olivia and I delve into two of director Chloé Zhao's three feature films: first, we discuss her Oscar-winning roadmovie Nomadland, starring Frances McDormand, followed by lots of praise for 2017's revisionist western The Rider. Listen now on Spotify or wherever you get your podcasts.

Mittwoch, 9. Juni 2021

Nomadland

© The Walt Disney Company Switzerland. All Rights Reserved.

★★★★★

"Der amerikanische Traum befindet sich in Nomadland in Konflikt mit sich selbst: Persönliche Freiheit scheint die Antithese zur kapitalistisch geprägten 'Leistungsgesellschaft' zu sein. Der Preis der finanziellen Sicherheit ist es, sich zu Tode zu arbeiten – wobei selbst hier, dank eines haarsträubend breitmaschigen sozialen Sicherheitsnetzes, das Überleben niemals gänzlich gesichert ist. Wer bedingungslos unabhängig sein will, muss sich, so die Implikation, für ein Leben in prekärer Armut entscheiden."

Ganze Kritik auf Maximum Cinema

Dienstag, 1. Juni 2021

Maximum Cinema Filmpodcast #26: "Being Sascha", "Monster", "Nemesis"

© Olivier Samter

Lola, Olivier und ich wagen uns in Folge 26 des Maximum Cinema-Podcasts ohne Daniel an eine Diskussion von Manuel Gübelis Kurzdokumentarfilm Being Sascha, dem auf Netflix lancierten Gerichtsdrama Monster von Anthony Mandler und dem dokumentarischen Essay Nemesis von Thomas Imbach. Zudem: Gespräche über Studienwochen, Baustellen und verschrobene Angewohnheiten. Der Podcast ist auf allen gängigen Plattformen verfügbar.

Samstag, 22. Mai 2021

Ammonite

© Ascot Elite

★★★★

"Lee zielt hier nämlich nicht auf ein schwelgerisches Rührstück ab. Im Gegenteil: Gerade die Momente im ausgedehnten Mittelteil, in denen sich sein Drehbuch den Konventionen der Filmromanze ergibt, wirken wie ungelenke vorauseilende Konzessionen an ein Publikum, dem Ammonite als Ganzes zu düster, zu kalt, zu deprimierend ist."

Ganze Kritik auf Maximum Cinema

Dienstag, 18. Mai 2021

Maximum Cinema Filmpodcast #25: "Mein Leben und der Notenschnitt", "The Mitchells vs. the Machines", "I Care a Lot"

© Olivier Samter

Wie gut waren Daniel, Lola, Olivier und ich in der Schule? Die SRF-Dokumentation Mein Leben und der Notenschnitt von Luzius Wespe lässt uns in Folge 25 des Maximum Cinema-Podcasts in Erinnerungen schwelgen – und Fragen über den Leistungsdruck stellen, dem sich Kinder ausgesetzt sehen. Dann sind wir uns uneins darüber, wie gut der abgefahrene Sony-Animationsfilm The Mitchells vs. the Machines ist, und J Blakesons popfeministische Kapitalismussatire I Care a Lot irritiert und fasziniert mit Ecken und Kanten. Der Podcast ist auf allen gängigen Plattformen verfügbar.

Dienstag, 4. Mai 2021

Maximum Cinema Filmpodcast #24: Generationenkrieg, Wonder Woman, Kurzfilm-Knatsch, Mads Mikkelsen

© Olivier Samter

Nach sage und schreibe 24 Folgen wird der Altersunterschied zwischen Daniel und Olivier, Lola und mir endlich zum zentralen Thema. Anlass dafür gibt in Episode 24 die Diskussion über Thomas Vinterbergs Midlife-Crisis-Tragikomödie Another Round (Druk), der bei Daniel besser ankommt als beim Rest. Danach geht es um Wonder Woman 1984 von Patty Jenkins, der bei den meisten Kritiker*innen durchfällt, und den kontroversen oscarprämierten Kurzfilm Two Distant Strangers, der für eine hitzige Debatte sorgt. Zudem: Wer findet heraus, wie viele verschiedene Aussprachen von Mads Mikkelsens Namen in dieser Episode versteckt sind?

Sonntag, 2. Mai 2021

ONE FOR YOU: Kill Bill


In the latest episode of the One for You podcast, Olivia and I are all about revenge: we discuss Quentin Tarantino's blood-soaked genre mash-up double header Kill Bill, talk through our feelings regarding the cult auteur in general, reflect on how much movie remixing is too much, and constantly reiterate that, if nothing else these films are pretty cool. Listen now on Spotify or wherever you get your podcasts.

Sonntag, 25. April 2021

Love and Monsters

© Paramount / Netflix

★★★★

"Es ist ein Jammer, dass «Love and Monsters» ausserhalb von Nordamerika nur auf Netflix verfügbar ist, ist die zweite Regiearbeit des Südafrikaners Michael Matthews (Five Fingers for Marseilles) doch genau die Art von lockerer, weitgehend eigenständiger Popcorn-Unterhaltung, die in den letzten Jahren von den grossen, verflochtenen Franchisen zunehmend von den Kinoleinwänden verdrängt worden ist: ein Film, der eine nicht sonderlich anspruchsvolle Geschichte erzählt, seine sympathischen Figuren eine komplette emotionale Reise durchlaufen lässt und sein Publikum so nach 109 kurzweiligen Minuten im Gefühl zurücklässt, ein in sich geschlossenes Werk gesehen zu haben."

Ganze Kritik auf Maximum Cinema

Donnerstag, 22. April 2021

A Page of Madness

© Film Preservation Associates, Inc.

★★★★★

"Es steht ausser Frage, dass A Page of Madness mit seiner fesselnden, bisweilen anregend desorientierenden Bilderflut ein grosses Werk der Filmhistorie ist und es verdient, als Schlüsselwerk des späten Stummfilms zu gelten – auch wenn die Shinkankakuha-Schule ihre grossen Träume letztlich nicht erfüllen konnten. Denn so wie ihre bekannteren Zeitgenoss*innen aus der Weimarer Avantgarde machte auch ihnen schliesslich der Lauf der Geschichte einen Strich durch die Rechnung."

Ganze Kritik auf Maximum Cinema

Dienstag, 20. April 2021

Maximum Cinema Filmpodcast #23: Der doppelte Miyazaki

© Olivier Samter

In Folge 23 des Maximum Cinema-Podcasts befassen Daniel, Lola, Olivier und ich uns mit den Simpsons mit Schweizer Beteiligung und dem sechsfach oscarnominierten Drama Minari von Lee Isaac Chung. Im Zentrum der Episode steht aber Anime-Grossmeister Hayao Miyazaki: Wir würdigen den Studio-Ghibli-Mitbegründer mit einer Diskussion über Ponyo (2008) und die ihm gewidmete Dokuserie 10 Years with Hayao Miyazaki, in der auch sein Sohn Gorō eine tragende Rolle spielt. Die Folge ist auf allen gängigen Podcast-Plattformen verfügbar.

Sonntag, 18. April 2021

ONE FOR YOU: Mad Max


Back in 2015, Australian maverick director George Miller took a lot of people by surprise by releasing Mad Max: Fury Road, a much belated fourth entry into his vehicular action-centric Mad Max series, which was quickly hailed as one of the best action movies of all time. Fury Road introduced both Olivia Tjon-A-Meeuw and me, and, we suspect, many others as well, to the "Road Warrior" Max Rockatansky – which is why we thought it was high time sit down and watch the three films that came before. And lo and behold: they are also extremely good! So settle in and listen to the latest episode of the One for You podcast to hear an hour's worth of discussion on Fury Road, Mad Max (1979), Mad Max 2 (1981), and Mad Max Beyond Thunderdome (1985). The episode is available on Spotify or wherever you get your podcasts.

Dienstag, 13. April 2021

Maximum Cinema Filmpodcast: Das MXC-Oscar®-Special 2021

© Olivier Samter

In der Nacht auf den 26. April werden die 93. Academy Awards – die Oscars – vergeben. Aus diesem Anlass blicken Daniel, Lola, Olivier und ich in dieser Spezialfolge des Maximum Cinema-Podcasts zurück auf unsere Diskussionen über die favorisierten Filme im Rennen und beleuchten, wer wo die besten Siegeschancen hat. Die Episode ist auf allen gängigen Podcast-Plattformen verfügbar.

Samstag, 10. April 2021

The Empty Man

© 2020 20th Century Studios. All Rights Reserved / Walt Disney Studios

★★★★

"Prior kombiniert Nihilismus mit wesensverwandten Denkansätzen – der Prolog spielt im buddhistisch geprägten Bhutan, Amanda und ihre Clique gehen auf eine Highschool, die nach dem Sprachphilosophen Jacques Derrida benannt ist – und verdichtet diese Bezüge zu einer alles durchziehenden Urangst: vor der Leere des Universums, vor der Vorstellung, dass jedweder 'Sinn' darin eine menschengemachte Illusion ist."

Ganze Kritik auf Maximum Cinema

Dienstag, 6. April 2021

Maximum Cinema Filmpodcast #22: "Capone", "Burrow", "Promising Young Woman"

© Olivier Samter

In Folge 22 des Maximum Cinema-Podcasts sorgen drei Filme für viel Gesprächsstoff: Capone irritiert Daniel, Olivier und mich mit wenig Tiefgang und viel Make-up, während Lola eine Lanze für Josh Tranks Gangsterdrama bricht; beim Pixar-Kurzfilm Burrow sorgt schon die Inhaltsangabe für Uneinigkeit; und in Emerald Fennells oscarnominiertem Promising Young Woman geben das irreführende Marketing und die ungewöhnliche Herangehensweise an Traumata zu reden. Die Episode ist auf allen gängigen Podcast-Plattformen verfügbar.

Freitag, 2. April 2021

Raya and the Last Dragon

Vor 500 Jahren wurde das Land Kumandra von den Druun heimgesucht, bösen Geistern, die Menschen in steinerne Statuen verwandeln. Doch dank eines letzten Aufbäumens der mächtigen Drachen konnte das Ende der Welt verhindert werden: Sie opferten sich, um eine magische Kugel zu erschaffen, mit denen die Druun gebannt werden konnten. Kumandra war gerettet, nicht aber der Frieden unter seinen Bewohner*innen: Es entbrannte ein Streit um die Drachenkugel, und das Land, das an einem drachenförmigen Fluss liegt, spaltete sich in fünf regionale Stämme auf – Heart, Fang, Spine, Talon und Tail.

Raya (gesprochen von Kelly Marie Tran) ist die Tochter von Benja (Daniel Dae Kim), dem Anführer des Heart-Stammes und Beschützer der Drachenkugel. Als Benja Delegationen aller anderen Stämme zu einem Bankett einlädt, um die 500-jährigen Differenzen endlich beizulegen, verschuldet Raya eine Katastrophe: Sie zeigt Namaari (Gemma Chan), der Prinzessin von Fang, die Kammer, in der die mächtige Kugel aufbewahrt wird; das Artefakt zerbricht in fünf Teile, jeder Stamm reisst sich ein Stück unter den Nagel. Und zu allem Überfluss werden die Druun dadurch von ihrem Bann erlöst und terrorisieren Kumandra von neuem.

Weitere sechs Jahre später befindet sich Raya auf der Suche nach dem sagenumwobenen "letzten Drachen", mit dessen Hilfe sie ihren Fehler ausbügeln und Kumandra einen will. Doch wie sich herausstellt, entspricht dieser Drache nicht ihren Vorstellungen: Sisu (Awkwafina) ist nicht der erhoffte Druun-Schreck, von dem in den Legenden die Rede ist, sondern ein unbeholfener Schussel.

Wer erklären will, worum es in Raya and the Last Dragon geht, braucht einen langen Atem. Der 59. Film aus der Animationsschmiede von Walt Disney Pictures mag, Abspann nicht eingerechnet, keine 95 Minuten dauern – doch das Fantasy-Epos von Don Hall (Big Hero 6) und Carlos López Estrada (Blindspotting) wartet mit so viel fiktivem historischem Hintergrund, so viel Erzählstoff und mythologischen Andeutungen auf, dass es bisweilen wie der Zusammenschnitt einer Disney+-Serie wirkt.

Die Welt ist aus den Fugen – und Raya (Stimme: Kelly Marie Tran) versucht, sie wieder geradezubiegen.
© Disney
Es steht ausser Frage, dass das Drehbuchduo Adele Lim (Crazy Rich Asians) und Qui Nguyen hier konzeptuell Grosses geleistet hat: Mit Kumandra wird hier eine reichhaltige, lebendige Welt geschaffen, die sowohl in den diversen kulturellen, philosophischen und religiösen Traditionen Ost- und Südostasiens verwurzelt ist, als auch in der jüngeren Popkultur, die sich von denselben Quellen hat inspirieren lassen – vom breiten Kanon ostasiatisch geprägter Young-Adult-Fiction bis hin zum Nickelodeon-Serienhit Avatar: The Last Airbender (2005–2008).

Doch diese Welt erhält keinen Platz, um sich zu entfalten: Raya and the Last Dragon erzählt eine videospielähnliche Item-Sammel-Geschichte nach Schema F: Raya und Sisu reisen von liebevoll ausgearbeitetem Ort zu liebevoll ausgearbeitetem Ort und nehmen es dort in knapp gehaltenen zehnminütigen Sequenzen mit Gegenspieler*innen mit regionsspezifischen Fähigkeiten auf, um schliesslich ein weiteres Stück Drachenkugel zu ergattern. Zeit, um die Lokalitäten etwas näher kennenzulernen, bleibt kaum je, denn es wartet stets schon die nächste Destination.

Raya bittet Sisu (Awkwafina), den letzten Drachen, um Hilfe.
© Disney
Neu ist diese Erzählstruktur nicht, schon gar nicht im Animationsfilm. Allein 2020 folgten sowohl das DreamWorks-Sequel Trolls World Tour als auch die chinesisch-amerikanische Produktion Over the Moon einer ähnlichen Handlung; das Gleiche gilt für einige der besten Werke der jüngeren US-Animation. Doch ein Coraline (2009) oder ein Inside Out (2015) verstanden es, ihre Schauplätze überschaubar und der Filmlänge angemessen zu halten. Wo es sich jene Filme erlaubten, näher auf Figuren, Konflikte und thematische Motive einzugehen, rennt Raya unerbittlich seinem Plot hinterher, auf Kosten der Figurenzeichnung: Die Titelheldin ist eine farb- und tiefenlose Protagonistinnen-Schablone, deren einzige erkennbare Charaktereigenschaft der Wille ist, die ihr vom Skript zugedachte Mission zu erfüllen. Und auch die Mitstreiter*innen, die Raya auf ihrer Reise begegnen – darunter ein einsamer Krieger (Benedict Wong) und eine Baby-Meisterdiebin (Thalia Tran) – dienen vorab als Mittel zum Zweck oder scheinen als kalkulierte Publikumslieblinge mit Aussicht auf eine Spin-off-Serie gedacht zu sein.

Auf der Suche nach den Bruchstücken der magischen Drachenkugel kommt Raya die gewiefte Namaari (Gemma Chan) in die Quere.
© Disney
Das ohnehin schon überladene Fantasy-Actionabenteuer tut sich auch keinen Gefallen damit, seine mythologisch-historischen Versatzstücke mit zeitgenössischen komödiantischen Einlagen "anzureichern", ausgehend von Awkwafinas Casting als Sisu. Die New Yorker Schauspielerin, Komikerin und Rapperin, die vor allem für ihre urkomischen Leistungen als Charakterdarstellerin in Ocean's Eight (2018) und Crazy Rich Asians (2018) bekannt ist, spielt hier weniger eine klar definierte Rolle, als dass sie eine Leerstelle im Drehbuch mit ihrer eigenen Comedy-Persona ausfüllt – was nach ihrer grossartigen dramatischen Darbietung in Lulu Wangs wunderbarem The Farewell (2019) besonders enttäuschend ist. "I'm not the best dragon", warnt Sisu Raya bei ihrem ersten Treffen. Warum genau, bleibt weitgehend ein Rätsel – ausserhalb der Tatsache, dass Sisu, wie die meisten von Awkwafinas Film- und Bühnenfiguren, ein ungelenkes Plappermaul mit akuter Witzelsucht ist.

Es ist diese fehlgeleitete Kombination aus oberflächlich erzähltem Epos und einer familienfreundlichen Version linkischer Impro-Comedy Marke Judd Apatow (Trainwreck, The King of Staten Island), wo Sprüche über Gruppenprojekte geklopft und Meta-Kommentare über peinliche Situationen gemacht werden, an welcher der Film letzten Endes zerbricht. Raya and the Last Dragon wirkt nicht wie eine kohärente Vision, sondern wie eine Sammlung einfach zu vermarktender Einzelteile, die in einem Disney-Marktforschungslabor zu einem franchisentauglichen Monstrum zusammengepappt wurden.

★★

Dienstag, 30. März 2021

Maximum Cinema Filmpodcast: "Don't Believe the Hype" (Live an den 45. Schweizer Jugendfilmtagen)

© Olivier Samter

Am 20. März feierte der Maximum Cinema-Podcast im Rahmen der 45. Schweizer Jugendfilmtage sein Live-Debüt – wenn auch pandemiebedingt via Zoom. Daniel, Olivier und ich unterhielten uns rund eine Stunde lang vor Publikum über Quentin Tarantinos Once Upon a Time in Hollywood (2019) und die Erwartungen, die an grosse Regisseur*innen gestellt werden. Die Unterhaltung ist jetzt als Spezialepisode auf allen gängigen Podcast-Plattformen verfügbar.

Dienstag, 23. März 2021

Maximum Cinema Filmpodcast #21: Schweizer Filmpreis, Bier und Cordon bleu für Dimitri Stapfer, "Raya and the Last Dragon" und "WandaVision"

© Olivier Samter

Der Schweizer Filmpreis steht vor der Tür, also nehmen Daniel, Lola, Olivier und ich die Kandidaten im Rennen um den besten Film unter die Lupe, während Mirjam Schilliger den Schauspiel-Shooting-Star Dimitri Stapfer interviewt. Danach steht in Folge 21 des Maximum Cinema-Podcasts Disney im Zentrum: Wie schlagen sich der Animationsfilm Raya and the Last Dragon und die Marvel-Miniserie WandaVision? Die Episode ist auf allen gängigen Podcast-Plattformen verfügbar.

Sonntag, 21. März 2021

WandaVision

Warning: This review contains mild spoilers for the first four episodes of WandaVision.

Watching WandaVision, the new Disney+ series seeking to lift from the shadows two characters marginalised by the Marvel Cinematic Universe's overplotted big-screen spectacles, is a deeply weird experience. Marking the Disney-owned Marvel Studios' return from a pandemic-induced 18-month release hiatus, Jac Shaeffer's nine-episode limited series serves both as a much-needed corrective to a franchise formula that has gone a little stale in recent years and as an uneasy reminder that we would have been perfectly fine if the hiatus had continued indefinitely.

In fairness, WandaVision can be read as an honest attempt at wrestling with the emotional shortcomings of the Marvel Cinematic Universe (MCU), starting with its very premise: it casts as its protagonists the telekinetically gifted Wanda Maximoff (Elizabeth Olsen) and her android love interest Vision (Paul Bettany) – two superheroes who have played a somewhat active part in the first decade of MCU movies, most notably in Avengers: Age of Ultron (2015) and Avengers: Infinity War (2018), but who have, overall, remained largely ancillary characters, their relationship mostly relegated to blink-and-you-miss-them scenes of interpersonal development. So to use these characters to well and truly get the MCU underway again, after the quasi-franchise reset of Avengers: Endgame (2019) and a likely industry-changing pandemic, is a bold move, to say the least.

Yet for three episodes or so, creator and head writer Jac Shaeffer, along with director Matt Shakman, delivers – and improves upon – the kind of gentle stylistic and tonal self-innovation by which the MCU's very best entries distinguish themselves. Captain America: The Winter Soldier (2014) gestured towards Alan J. Pakula and Sydney Pollack; Ryan Coogler's Black Panther (2018) dabbled in afrofuturism; James Gunn's Guardians of the Galaxy trilogy-in-the-making plays fast and loose with the boundaries between goofy adventure comedy and earnest pathos – while WandaVision pays tribute to the history of scripted American television entertainment, with just a dash of the uncanny surrealism with which Casper Kelly's brilliant 2014 short Too Many Cooks skewered the grotesque world of 1990s sitcoms.

Wanda (Elizabeth Olsen) and Vision (Paul Bettany) in "Filmed Before a Live Studio Audience."
© Disney
The first episode, "Filmed Before a Live Studio Audience," after fittingly retro opening credits, finds Wanda and Vision settling into their new house in picturesque Westview, New Jersey, in what appear to be the 1950s. Plunked in the cosy plainness of a domestic set borrowed from the likes of I Love Lucy (1951–1957), dressed in the period-appropriate garb of middle-class WASPs, filmed in black and white, framed by 4:3 aspect ratio, and accompanied by an overeager laugh track, the two newlyweds have to navigate that most archetypal of low-stakes sitcom kerfuffles: Vision's boss (Fred Melamed) and his wife (Debra Jo Rupp) come for dinner and must not find out about their hosts' extraordinary abilities. Misunderstandings and main course-related emergencies ensue, naturally.

On the one hand, this is a fairly startling break with what the MCU, particularly under Infinity War and Endgame directors Anthony and Joe Russo, has accustomed its audience to – no more breathless exposition, followed by competently choreographed, if hopelessly overlit CGI action, followed by even more exposition. On the other hand, "Filmed Before a Live Studio Audience" also works as a charmingly antiquated piece of comfortable wind-down television, with just the right measure of intrigue and eerie wrongness about it – a red dot of light in a sea of greys here, a small sliver of Lynchian horror there – to suggest that there is more afoot than cheery, tongue-in-cheek nostalgia.

Episodes two and three, "Don't Touch That Dial" and "Now in Color," essentially follow suit, and add to the overarching narrative mystery by seemingly moving forward in time: "Dial," with its animated credits and Stepford Wives-adjacent view of suburbia, invokes the witch-out-of-coven high jinks of the 1960s classic Bewitched (1964–1972); while "Color" dials up, in true 1970s Brady Bunch fashion, not just colours and collars, but the familial hullabaloo as well.

Wanda and Vision's sitcom world seems to be moving through the decades.
© Disney
Part of what makes these first episodes such a delight are the game performances Shakman gets out of the series' leads. Olsen and Bettany are clearly having the time of their lives channelling Lucille Ball and Dick Van Dyke, delivering even the corniest of zingers with infectiously joyful conviction, expanding upon the scant depth the MCU has so far afforded their eminently likeable characters.

However, Marvel storytelling and franchise filmmaking being what they are, it hardly comes as a surprise that what happens in Westview doesn't stay in Westview. Before long, the town's environs are crawling with military personnel and assorted scientists, desperate to figure out what is happening inside the force field-like haze that surrounds Wanda and Vision's new home.

It's at this point, right at the end of episode three, where it becomes clear that WandaVision won't reach escape velocity; that it will inexorably be brought back down to the terra firma of MCU convention. After the wholesome, at times unsettlingly hyperreal strangeness of the opening three episodes, episode four, "We Interrupt This Program," while still reasonably intriguing, mainly plays like patronising reassurance: 'don’t worry, you will get answers to all your questions, and in a familiar fashion at that.' That familiar fashion being, of course, overlit exposition.

That's not to say Teyonah Parris, Randall Park, and Kat Dennings, who play our alternative, 21st-century, 'real life' heroes, aren't an appealing trio. In fact, their office space banter serves as an amusing contemporary echo of Wanda and Vision's carefully calibrated quips: what are 2020s comedy tropes, if not Lucille Ball and Mary Tyler Moore persevering? But the trio are a chop off the old Marvel block nonetheless – plucky vigilantes who help the military rid itself of a scheming bad apple seeking to use its power for evil. The all too well-worn motifs, story beats, and in-universe winks and nods are out in full force – a move exemplified by the fact that Dennings, in playing astrophysicist Darcy Lewis, is reviving a character last seen in 2013's Thor: The Dark World.

Monica Rambeau (Teyonah Parris) embarks on an investigation into what is happening with Wanda and Vision.
© Disney
While this is not catastrophic in and of itself – after all, it would be naïve to expect a Marvel-produced streaming tentpole not to eventually return to what made its studio the juggernaut it is – it is not a little disappointing how readily WandaVision abandons what made it so unique in the first place. Yes, the sitcom samples don't just disappear post-"Program": there are variations on Growing Pains (1985–1992), Malcolm in the Middle (2000–2006), and Modern Family (2009–2020). But as a result of the impact the external military machinations have on Wanda and Vision's slice of TV suburbia, they are far less dominant in terms of style and narrative, far less playful in how they advance the overarching plot than the earlier ones.

Unfortunately, as it turns out, much of the intrigue evoked in the more formally adventurous episodes dissipates once WandaVision scales back the experimentation. One major casualty of this development is the central relationship between the two titular characters. Although the series visibly reaches for bittersweet poignancy, particularly in the final two episodes ("Previously on" and "The Series Finale"), Wanda and Vision cannot seem to fully cast off their status as underexplored MCU bit players: the sentiments that are expressed are vaguely touching, but they still end up lacking the emotional grounding and the sense of character for those sequences to really land.

It certainly doesn't help that "Previously on" and especially "The Series Finale" are, to a considerable extent, a blandly typical third act in the Marvel mode: villains are revealed, evil plans outlined, numerous seeds for future franchise fodder planted. The action feels perfunctory too, even by the standards of the MCU, where, it seems, every standout sequence – the opening to Guardians of the Galaxy Vol. 2 (2017), the Led Zeppelin-enhanced brawls of Thor: Ragnarok (2017), the battle royale of Infinity War – comes at the cost of three forgettably non-descript ones. Here, Wanda and Vision face off with their respective nemeses in the most generic of ways: hands shoot differently coloured lightning bolts, while bodies smash into the pavement. A series that started with Elizabeth Olsen and Paul Bettany cracking jokes about flying saucers in front of a live studio audience could hardly have ended in a more anticlimactically unimaginative way.

Rambeau is joined on her mission by astrophysicist Darcy Lewis (Kat Dennings) and FBI agent Jimmy Woo (Randall Park).
© Disney
So this is Marvel, one year on from its COVID-delayed resurgence after Endgame, with another two Disney+ series (The Falcon and the Winter Soldier and Loki) and another two movies (Black Widow and Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings) coming out or set to come out over the course of the next six months. "Phase 4" of the MCU is raring to go, by the looks of it.

Yet if WandaVision is anything to go by, I don't know if this is a prospect I relish, personally speaking. For while it is a serviceable miniseries (even if it runs almost exclusively on fumes by the end), its ultimate effect is a sobering one: it's difficult to appreciate and admire Shaeffer's attempts at breaking with the Marvel formula when the series that was marketed as 'the weird, experimental one' ends up back on square one, ready for the next piece of franchise media to pick up where Spider-Man: Far from Home (2019) left off. Is this as good, or rather as unconventional, as things are going to get? And if that is the case, why bother? Of course, WandaVision is, in a sense, incidental to this thought process. It just had the misfortune of being the thing that ended the MCU's compulsory 18-month break – and, by virtue of being more diverting than convincing, confirming my own personal impression that I never felt a distinct yearning for that hiatus to end.

Where do we, where does Marvel go from here? The latter question isn't difficult to answer: WandaVision was a streaming hit, and The Falcon and the Winter Soldier is shaping up to be one as well. If the international COVID vaccination schedules hold true, Black Widow will be perfectly positioned to be part of a first wave of blockbusters waiting for cinemagoers in a tentative 'post-pandemic' world.

Not even sitcom suburbia is safe from the trappings of the Marvel Cinematic Universe.
© Disney
The first question, meanwhile, requires some personal, non-generalisable introspection. For my part, I can say that, in the wake of "The Series Finale," I found myself feeling nostalgic for Iron Man 2 (2010), of all MCU titles – even though I barely remember what happened in it, beyond Mickey Rourke cracking electric whips and Samuel L. Jackson starting to assemble the Avengers.

What I do remember, however, are the circumstances I saw it in: it was early May of 2010, the week before my last day of high school. My dad and I took a miniature road trip to another city to see the movie, because it was only playing in a dubbed version in my hometown. Before heading into the cinema, we walked along the lake at dusk and ate the hot panini we got from a takeaway. During the film, I occasionally leaned over to him to quickly explain stuff to him. Even though it was a full cinema, I was the only person who stuck around to wait for the post-credits scene. After it was over, I went outside and told my dad how excited I was by all the Avengers build-up happening in plain sight. The next day, I tried my hand at a video review that fortunately never saw the light of day.

Overlit action, you were not missed.
© Disney
More than a decade later, I realise that my excitement for the MCU probably peaked with The Avengers (2012); that many of the positive feelings I associate with the franchise may be inextricably bound up with experiences like the one above and the nostalgia resulting from them; and that my emotional investment in these movies likely reached its natural endpoint with Endgame and Far from Home.

Given all of that, it's doubtful that WandaVision could ever have hoped to shepherd me back into the dedicated Marvel fold. Still, I find it quite telling that, 13 years into one of the most ambitious ventures in longform cinematic storytelling ever attempted, the franchise is at its most exciting when it embraces the surreal comfort of television sitcoms, and at its most tiresome when it promises even more franchise.

Dienstag, 9. März 2021

Maximum Cinema Filmpodcast #20: Bond vs. ZFF, "News of the World", "Music", "Greenland" und Film Live Streaming mit Yves Blösche

© Olivier Samter

Das Zurich Film Festival beklagt eine Terminkollision mit dem vorverschobenen neuen James-Bond-Film, doch das ist bei weitem nicht so schlimm wie Music, das Regiedebüt der australischen Popmusikerin Sia. Etwas besser schneidet Paul Greengrass' Western News of the World ab, und in der Diskussion zum Katastrophenfilm Greenland prallen Oliviers und Daniels unterschiedliche Auffassungen von guter Weltuntergangsorganisation aufeinander, während Lola von apokalyptischem Tischtennis erzählt. Und dann hält Folge 20 des Maximum Cinema-Podcasts auch noch ein Interview mit Yves Blösche von der Filmcoopi bereit. Die Episode ist auf allen gängigen Podcast-Plattformen verfügbar.

Sonntag, 7. März 2021

ONE FOR YOU: The Batman Movies


With cinemas still closed, Olivia Tjon-A-Meeuw and I delved into the vault for the latest installment of the One for You Podcast and returned with arguably the first modern string of superhero movies – the Batman franchise that ran from 1989 to 1997 and was helmed by Tim Burton and Joel Schumacher respectively. How does 1989's Batman approach the iconic character? What do we think of the villain-centric Batman Returns (1992)? Are Batman Forever (1995) and Batman & Robin (1997) as bad as their reputations? Strap in – Olivia and I answer these and more questions in the longest One for You discussion to date, clocking in at 73 minutes. Listen to the episode on Spotify or wherever you get your podcasts!

Samstag, 27. Februar 2021

Music

© 2020 Alamode Film / Ascot Elite Schweiz



"Leider braucht Music nicht einmal eine halbe Minute, um klarzustellen, warum die Kritik an Zieglers Casting gerechtfertigt war. Ziegler spielt die autistische Titelfigur, die 14-jährige Music, mit unangenehmem Nachdruck: Sie beisst sich inbrünstig auf die Lippe, verdreht hingebungsvoll die Augen, schlägt sich mit den Händen immer wieder gegen den eigenen Körper – es ist eine Autismus-Maskerade aus dem Bilderbuch, die bisweilen an die Bemühungen von Pausenplatzrüpeln erinnert, 'behindert' zu spielen."

Ganze Kritik auf Maximum Cinema

Dienstag, 23. Februar 2021

Maximum Cinema Filmpodcast #19: Bye Bye Blue Sky, Au revoir Schweizer Oscar, "World of Tomorrow", "Ma Rainey's Black Bottom" und "Malcolm & Marie"

© Olivier Samter

Ein Animationsstudio macht dicht, und die Schweiz scheidet sang- und klanglos aus dem Oscarrennen aus. Auch Don Hertzfeldts oscarnominierter Kurzfilm World of Tomorrow (2015) stimmt eher melancholisch – wenn auch im positiven Sinne. So richtig ins Diskutieren kommen Daniel, Lola, Olivier und ich, wenn es um die Bühnenadaption Ma Rainey's Black Bottom und das polarisierende Kammerspiel Malcolm & Marie geht. Folge 19 des Maximum Cinema-Podcasts ist auf allen gängigen Plattformen verfügbar.

Freitag, 19. Februar 2021

News of the World

© Universal Pictures International Switzerland / Bruce W. Talamon / Netflix

★★★★

"News of the World ist eine ruhig erzählte, geradezu malerisch inszenierte Hommage ans goldene Zeitalter des Hollywood-Westerns, an die Blütezeit von John Ford (The Searchers), Howard Hawks (Red River) und Anthony Mann (Winchester '73). Anstelle der hektischen Handkamera-Aufnahmen, die man sich von Greengrass gewohnt ist, findet man hier wunderschöne texanische Panoramen in allen möglichen Farb- und Lichtabstufungen, deren ästhetische Bezüge offensichtlicher nicht sein könnten: Regisseur Greengrass und Kameramann Dariusz Wolski (Pirates of the Caribbean, The Martian) schwelgen in Verweisen auf Ford, Hawks und die amerikanische Landschaftsmalerei."

Ganze Kritik auf Maximum Cinema

Freitag, 12. Februar 2021

Malcolm & Marie

© Dominic Miller/NETFLIX © 2021



"Das Drehbuch bewegt sich auf dem Niveau eines übermotivierten Filmschul-Erstsemestlers, von den grossen, von Klischees durchsetzten Reden bis hin zu den sprunghaften Figuren, die schon bei der kleinsten Provokation jegliche Selbstbeherrschung verlieren. Malcolm und Marie wirken nicht wie glaubwürdige Figuren, sondern wie hohle Gefässe, aus denen bierernste, inhaltlich haarsträubende Zeilen über Kunst, Kritik und 'wahre Liebe' erklingen. Bald einmal fragt man sich, warum die beiden Akteure überhaupt noch zusammen sind."

Ganze Kritik auf Maximum Cinema

Mittwoch, 10. Februar 2021

Maximum Cinema Filmpodcast #18: Golden-Globes-Sh*tposting, "Pretend It's a City", "One Night in Miami" und "The White Tiger"

© Olivier Samter

Auch in diesem Jahr provozieren die Golden-Globes-Nominationen Stirnrunzeln, doch davon erholen sich Daniel, Lola, Olivier und ich schnell – dank Martin Scorseses wunderbarer Doku-Miniserie Pretend It's a City über die redselige New Yorker Ikone Fran Lebowitz. Auch One Night in Miami konnte wenigstens 50 Prozent des Moderationsteams überzeugen; und auch The White Tiger liefert mehr als genug Diskussionsstoff. Und damit nicht genug: Folge 18 enthält die längste Post-Credits-Szene der Maximum Cinema-Podcastgeschichte. Der Podcast ist auf allen gängigen Plattformen verfügbar.

Dienstag, 9. Februar 2021

One Night in Miami

© Amazon Studios

★★★★

"Dass so eine Adaption schnell einmal wie abgefilmtes Theater ohne viel filmhandwerklichen Elan wirken kann, hat vor weniger als zwei Monaten George C. Wolfes blasse August–Wilson-Interpretation Ma Rainey’s Black Bottom (2020) gezeigt. Doch Powers und King, die auf diverse TV-Regie-Engagements (Scandal, This Is Us) hier nun ihr Spielfilmdebüt folgen lässt, haben an den richtigen Schrauben gedreht, um mit One Night in Miami nicht nur thematisch, sondern auch ästhetisch und erzählerisch zu überzeugen."

Ganze Kritik auf Maximum Cinema

Freitag, 5. Februar 2021

Swallow

© Courtesy of IFC Films

★★★★

"Regisseur und Drehbuchautor Carlo Mirabella-Davis verarbeitet in Swallow eine provokante Metapher: Indem sie ihren Körper mit scharfen Objekten und ätzenden Substanzen füllt, kontert Hunter all die toxischen Elemente, die sie als Frau in der patriarchalen Gesellschaft 'schlucken' muss – allen voran die Erwartung, dass sie sich aus lauter Dankbarkeit für die auf sie übertragene finanzielle Sicherheit mit der Existenz als makellose Gattin und identitätslose Gebärmaschine zufriedenzugeben hat."

Ganze Kritik auf Maximum Cinema

Montag, 1. Februar 2021

The Dig

© Cr. Larry Horricks /  Netflix© 2021

★★★★

"Vom Schiff aus mag Stones Aufarbeitung der Sutton-Hoo-Ausgrabung wie eine jener blutleeren Prestige-Historienproduktionen über die ach so gloriosen Errungenschaften Grossbritanniens aussehen. Doch in diesem Fall könnte der Schein kaum mehr trügen: The Dig begegnet seiner Thematik mit ästhetischer Virtuosität und der Bereitschaft, sie in einen weitaus grösseren, existenzielleren Zusammenhang zu stellen."

Ganze Kritik auf Maximum Cinema

Dienstag, 26. Januar 2021

Maximum Cinema Filmpodcast #17: "The Kid", "Pieces of a Woman" und "Sound of Metal", oder: Der Hundertjährige, der den Oscarkandidaten die Show stahl

© Olivier Samter

Charlie Chaplins Stummfilmklassiker The Kid feiert sein 100-jähriges Jubiläum – und Daniel, Lola, Olivier und ich feiern in Episode 17 des Maximum Cinema-Podcasts mit! Danach geht es thematisch etwas getragener zu und her: Wir werden uns zu viert nicht ganz einig über Kornél Mundruczós Drama Pieces of a Woman, und auch Darius Marders Sound of Metal, in dem Riz Ahmed einen hörgeschädigten Schlagzeuger spielt, gibt Anlass zur Diskussion. Der Podcast ist auf allen gängigen Plattformen verfügbar.

Sonntag, 24. Januar 2021

ONE FOR YOU: "The White Tiger" & "The Remains of the Day"


Join Olivia Tjon-A-Meeuw and me as we embark on a class-heavy discussion of two adaptations of Booker Prize-winning novels: first, we take a look at Ramin Bahrani's latest, the Delhi-set rags-to-fewer-rags drama The White Tiger, before we turn our attention to James Ivory's majestic The Remains of the Day from 1993. Listen on Spotify or wherever you get your podcasts, which films we picked, what we think of each other's choices, and who is objectively right.

Samstag, 16. Januar 2021

Maximum Cinema Filmpodcast #16: "Soul", "Wolfwalkers", "The Mandalorian" und der Geist von "Princess Mononoke"

© Olivier Samter

Die Kinos haben immer noch geschlossen, also mussten Daniel, Lola, Olivier und ich auf die diversen Streaming-Anbieter zurückgreifen, um podcasttechnisch ins neue Jahr zu starten. Und wir wurden fündig: In Folge 16 des Maximum Cinema-Podcasts besprechen wir Pixars Soul und die Star Wars-Fernsehserie The Mandalorian, die beide auf Disney+ verfügbar sind, sowie den auf Apple TV+ erhältlichen Cartoon-Saloon-Animationsfilm Wolfwalkers. Und irgendwie kommen wir immer wieder auf Princess Mononoke zurück. Der Podcast ist auf allen gängigen Plattformen verfügbar.

Donnerstag, 14. Januar 2021

"Facing the Bitter Truth"-Filmpreis 2020

Bester Film


  • About Endlessness von Roy Andersson
  • The Assistant von Kitty Green
  • Fireball: Visitors from Darker Worlds von Werner Herzog und Clive Oppenheimer
  • I'm Thinking of Ending Things von Charlie Kaufman
  • Knives Out von Rian Johnson
  • Little Women von Greta Gerwig
  • Lovers Rock von Steve McQueen
  • Never Rarely Sometimes Always von Eliza Hittman
  • There Is No Evil von Mohammad Rasoulof
  • Uncut Gems von Josh und Benny Safdie


Beste Regie

  • Greta GerwigLittle Women
  • Kitty GreenThe Assistant
  • Eliza HittmanNever Rarely Sometimes Always
  • Spike LeeDa 5 Bloods
  • Terrence MalickA Hidden Life
  • Steve McQueenLovers Rock
  • Benny Safdie, Josh Safdie Uncut Gems


Beste Hauptdarstellerin

  • Paula Beer als Undine Wibeau in Undine
  • Jessie Buckley als The Young Woman in I'm Thinking of Ending Things
  • Monica Dolan als Sue Bagnold in Days of the Bagnold Summer
  • Sidney Flanigan als Autumn in Never Rarely Sometimes Always
  • Julia Garner als Jane in The Assistant
  • Saoirse Ronan als Josephine "Jo" March in Little Women
  • Evan Rachel Wood als Old Dolio Dyne in Kajillionaire


Bester Hauptdarsteller

  • Sacha Baron Cohen als Borat Sagdiyev in Borat Subsequent Moviefilm: Delivery of Prodigious Bribe to American Regime for Make Benefit Once Glorious Nation of Kazakhstan
  • Bartosz Bielenia als Daniel in Corpus Christi
  • Daniel Craig als Benoit Blanc in Knives Out
  • Paul Walter Hauser als Richard Jewell in Richard Jewell
  • Delroy Lindo als Paul in Da 5 Bloods
  • Shaun Parkes als Frank Crichlow in Mangrove
  • Adam Sandler als Howard Ratner in Uncut Gems


Beste Nebendarstellerin

  • Maria Bakalova als Tutar Sagdiyev in Borat Subsequent Moviefilm: Delivery of Prodigious Bribe to American Regime for Make Benefit Once Glorious Nation of Kazakhstan
  • Irlande Côté als Camille in Une colonie
  • Miranda Hart als Miss Bates in Emma.
  • Samantha Ko als Qin in A Sun
  • Florence Pugh als Amy March in Little Women
  • Amanda Seyfried als Marion Davies in Mank
  • Mahiro Tanimoto als Mahiro in Family Romance, LLC


Bester Nebendarsteller

  • Colman Domingo als Cutler in Ma Rainey's Black Bottom
  • Fabien Fenet als Maître Nicolas L'oiseleur in Jeanne
  • Kevin Garnett als Kevin Garnett in Uncut Gems
  • Robbie Gee als Simeon in Alex Wheatle
  • Tom Hanks als Fred Rogers in A Beautiful Day in the Neighborhood
  • Hugh Laurie als Mr. Dick in The Personal History of David Copperfield
  • Ehsan Mirhosseini als Heshmat in There Is No Evil


Beste Voiceover-Performance

  • Richard Ayoade als Jerry in Soul
  • Bruce Davis als Billy in The Vast of Night
  • Will Forte als Tim Willoughby in The Willoughbys
  • Rachel House als Terry in Soul
  • Marc-Uwe Kling als Das Känguru / Erzähler in Die Känguru-Chroniken
  • Jessica Louthander als Erzählerin in About Endlessness
  • Julia Pott als Emily in World of Tomorrow Episode Three: The Absent Destinations of David Prime


Bestes Schauspiel-Ensemble

  • Kajillionaire – Adam Bartley, Patricia Belcher, Mark Ivanir, Richard Jenkins, Da'Vine Joy Randolph, Rachel Redleaf, Diana-Maria Riva, Gina Rodriguez, Randy Ryan, Debra Winger, Evan Rachel Wood
  • Knives Out – Toni Collette, Daniel Craig, Jamie Lee Curtis, Ana de Armas, Chris Evans, Marlene Forte, Don Johnson, Katherine Langford, Riki Lindhome, Jaeden Martell, Frank Oz, Edi Patterson, Christopher Plummer, Noah Segan, Michael Shannon, Lakeith Stanfield, M. Emmet Walsh
  • Little Women – Timothée Chalamet, Chris Cooper, Laura Dern, Louis Garrel, Tracy Letts, Bob Odenkirk, James Norton, Florence Pugh, Saoirse Ronan, Eliza Scanlen, Meryl Streep, Emma Watson
  • Mangrove – Darren Braithwaite, Richie Campbell, Duane Facey-Pearson, Jumayn Hunter, Alex Jennings, Malachi Kirby, Jack Lowden, Nathaniel Martello-White, Shaun Parkes, Rochenda Sandall, Sam Spruell, Samuel West, Letitia Wright
  • The Personal History of David Copperfield – Nikki Amuka-Bird, Aneurin Barnard, Darren Boyd, Peter Capaldi, Gwendoline Christie, Morfydd Clark, Daisy May Cooper, Matthew Cottle, Rosalind Eleazar, Bronagh Gallagher, Hugh Laurie, Dev Patel, Tilda Swinton, Anthony Welsh, Ben Whishaw, Paul Whitehouse, Benedict Wong
  • A Sun – Chen Yi-wen, Greg Hsu, Samantha Ko, Liu Kuan-ting, Wenn Chen-ling, Apple Wu, Wu Chien-ho, Ivy Yin
  • Uncut Gems – John Amos, Jonathan Aranbayev, Eric Bogosian, Wayne Diamond, Noa Fisher, Julia Fox, Mike Francesca, Kevin Garnett, Judd Hirsch, Jacob Igielski, Tommy Kominik, Natasha Lyonne, Idina Menzel, Josh Ostrofsky, Adam Sandler, Lakeith Stanfield, Tilda Swinton, Abel Tesfaye, Keith Williams Richards


Bester nicht-englischsprachiger Film

  • About Endlessness von Roy Andersson (Schwedisch)
  • Corpus Christi von Jan Komasa (Polnisch)
  • Family Romance, LLC von Werner Herzog (Japanisch)
  • Hexenkinder von Edwin Beeler (Deutsch, Italienisch)
  • Honeyland von Tamara Kotevska und Ljubomir Stefanov (Rumelija, Bosnisch, Serbokroatisch, Mazedonisch)
  • Les Misérables von Ladj Ly (Französisch)
  • Sekuritas von Carmen Stadler (Deutsch)
  • A Sun von Chung Mong-hong (Mandarin)
  • There Is No Evil von Mohammad Rasoulof (Farsi)
  • The Wild Goose Lake von Diao Yinan (Wuhan-Mandarin)


Bester Animationsfilm

  • The Willoughbys von Kris Pearn
  • Wolfwalkers von Tomm Moore und Ross Stewart
  • World of Tomorrow Episode Three: The Absent Destinations of David Prime von Don Hertzfeldt


Bester Dokumentarfilm

  • Dick Johnson Is Dead von Kirsten Johnson
  • Fireball: Visitors from Darker Worlds von Werner Herzog und Clive Oppenheimer
  • Hexenkinder von Edwin Beeler
  • Honeyland von Tamara Kotevska und Ljubomir Stefanov
  • In Search of a Flat Earth von Dan Olson


Bestes Originaldrehbuch

  • Da 5 Bloods – Danny Bilson, Paul De Meo, Spike Lee, Kevin Willmott
  • The Assistant – Kitty Green
  • Corpus Christi – Mateusz Pacewicz
  • Kajillionaire – Miranda July
  • Knives Out – Rian Johnson
  • Never Rarely Sometimes Always – Eliza Hittman
  • Uncut Gems – Ronald Bronstein, Benny Safdie, Josh Safdie


Bestes adaptiertes Drehbuch

  • A Beautiful Day in the Neighborhood – Micah Fitzerman-Blue, Noah Harpster (basierend auf dem Esquire-Artikel "Can You Say ... Hero?" von Tom Junod)
  • Dark Waters – Matthew Michael Carnahan, Mario Correa (basierend auf dem New York Times Magazine-Artikel "The Lawyer Who Became DuPont's Worst Nightmare" von Nathaniel Rich)
  • Days of the Bagnold Summer – Lisa Owens (basierend auf dem Graphic Novel Days of the Bagnold Summer von Joff Winterhart)
  • I'm Thinking of Ending Things – Charlie Kaufman (basierend auf dem Roman I'm Thinking of Ending Things von Iain Reid)
  • The Invisible Man – Leigh Whannell (basierend auf dem Konzept des Romans The Invisible Man von H. G. Wells)
  • Little Women – Greta Gerwig (basierend auf dem Roman Little Women von Louisa May Alcott)
  • The Personal History of David Copperfield Simon Blackwell, Armando Iannucci (basierend auf dem Roman David Copperfield von Charles Dickens)


Beste Kamera

  • Ema – Sergio Armstrong
  • A Hidden Life – Jörg Widmer
  • I'm Thinking of Ending Things – Łukasz Żal
  • Little Women – Yorick Le Saux
  • Lovers Rock – Shabier Kirchner
  • A Sun – Chung Mong-hong
  • The Wild Goose Lake – Dong Jinsong


Bester Schnitt

  • The Assistant – Kitty Green, Blair McClendon
  • A Hidden Life – Rehman Nizar Ali, Joe Gleason, Sebastian Jones
  • I'm Thinking of Ending Things – Robert Frazen
  • It Must Be Heaven – Véronique Lange
  • Little Women – Nick Houy
  • Richard Jewell – Joel Cox
  • Uncut Gems – Ronald Bronstein, Benny Safdie


Beste Filmmusik

  • A Hidden Life – James Newton Howard
  • Kajillionaire – Emile Mosseri
  • Little Women – Alexandre Desplat
  • Sekuritas – David Hohl, Martin Meyer
  • Soul – Jon Batiste, Trent Reznor, Atticus Ross
  • The Vast of Night – Erick Alexander, Jared Bulmer
  • Uncut Gems – Daniel Lopatin


Bestes Tondesign

  • 1917 – Michael Fentum, Oliver Tarney
  • The Assistant – Alan Kudan, Leslie Shatz
  • Les particules – Olivier Touche, Marc von Stürler
  • Sekuritas – Gina Keller, Guido Keller, Ivo Schläpfer
  • Sound of Metal – Nicolas Becker, Phillip Bladh, Maria Carolina Santana Caraballo-Gramcko
  • Uncut Gems – Chris Chase, Anton Gold, Helmut Scherz, Warren Shaw, Michael Sterkin
  • World of Tomorrow Episode Three: The Absent Destinations of David Prime – Don Hertzfeldt


Beste Ausstattung

  • About Endlessness – Frida E. Elmström, Anders Hellström, Nicklas Nilsson, Sandra Parment, Isabel Sjöstrand
  • The Assistant – John Arnos, Dani Brom-Peltz, Fletcher Chancey
  • A Hidden Life – Sebastian Krawinkel, Steve Summersgill, Bryce Tibbey, Yesim Zolan
  • J'accuse – Philippe Cord'homme, Jessy Kupperman, Dominique Moisan, Jean Rabasse
  • The Personal History of David Copperfield – Cristina Casali, Nick Dent, Charlotte Dirickx, Thomas Goodwin, Dominique Pace, Polly Stevens
  • Sekuritas – Karin Giezendanner
  • The Souvenir – Stéphane Collonge, Rebecca Gillies, Pedro Moura, Mimi Winsor


Beste Kostüme

  • Alex Wheatle – Jacqueline Durran
  • Birds of Prey (and the Fantabulous Emancipation of One Harley Quinn) – Erin Benach
  • Emma. – Alexandra Byrne, Giles Gale
  • Kajillionaire – Jennifer Johnson
  • Little Women – Jacqueline Durran
  • The Personal History of David Copperfield – Suzie Harman, Robert Worley
  • Pinocchio – Massimo Cantini Parrini


Beste Spezialeffekte

  • 1917
  • The Aeronauts
  • Birds of Prey (and the Fantabulous Emancipation of One Harley Quinn)
  • Die Känguru-Chroniken
  • The Old Guard
  • Tenet
  • Unhinged


"Spoiler Alert": Beste Szene




Nominationen-Total