Donnerstag, 7. Februar 2019

Vice

John Ford's underappreciated 1958 film The Last Hurrah, which stars Spencer Tracy as an ever-scheming city politician, features the line, "I prefer an engaging rogue to a complete fool."

It's hard not to feel that statement reverberate throughout Vice, writer-director Adam McKay's satirical but curiously reverential biopic about former U.S. Vice President Dick Cheney – for whatever one's political bend might be, there's no denying that the man's biography is nothing if not engaging.

Starting out as an alcoholic Yale dropout in the early 1960s, Cheney, played by an impressively made-up Christian Bale, quickly weasels his way into the Nixon administration's inner circle – making a powerful friend in Donald Rumsfeld (Steve Carell) along the way – and subsequently, with the help of his wife Lynne (Amy Adams), becomes a mainstay of Republican politics for the better part of 40 years.

There is no question that a traditional biopic would be ill-suited to do justice to Cheney's life, inextricably linked as it is to creative interpretations of the law, shady political manoeuvres, and straight-up racketeering. How could the career of a man who facilitated the rise of Donald Trump by all but formally enshrining the unchecked accumulation of power in the Republican agenda – and who today is perhaps best remembered not for his key role in starting the Iraq War but for shooting a man in the face – be the basis to anything else than a caustic black comedy?

But even though Vice takes an earnest and often amusing stab at this, it ends up delivering on none of its promises. On the one hand, it builds up Cheney as a Richard III-style antihero while still attempting to find the humanity beneath his partisan and corporatist exterior. The problem with this approach, however, is that neither Bale's broad, boisterously superficial performance nor McKay's sardonic script are cut out for this, skimping on the emotional detail that would be crucial to make, say, the episodes about Cheney's relationship with his gay daughter Mary (Alison Pill) work.

Under George W. Bush, Dick Cheney (Christian Bale) becomes arguably the most powerful U.S. Vice President in history.
© Ascot Elite
The satire, meanwhile, is far too dependent on the self-aware quirks McKay has carried over from his Oscar-winning Wall Street comedy The Big Short (2015). Instead of a consistent comedic through line, Vice offers a discordantly arranged collection of busily edited skits and ideas, some of which work, many of which don't. A perfectly cast Sam Rockwell is wasted as George W. Bush because the script doesn't know what to do with him. Scenes like Alfred Molina presenting Cheney and his cronies with a menu of war crimes or Bale and Adams spontaneously breaking out in Shakespearean dialogue seem less like bold creative choices and more like desperate attempts to jazz up the decidedly uncinematic backroom dealings that eventually led to events of historical significance.

In the end, the movie tries to be and do too many things at once to fulfil even its most basic ambition – making the case that Cheney is the architect of America's current democratic crisis. The final litany, even though it is largely correct about which ills it blames on the VP, feels like a reach because the rest of the film is more concerned with cramming in clever ideas than with endowing the power games on show with an adequate sense of consequence. What we end up with is the story of an engaging rogue, told by fools, signifying nothing.

★★

Dienstag, 5. Februar 2019

If Beale Street Could Talk

© DCM Film

★★★★★

"Mit seinen schwelgerischen farbgetränkten Bildern und Nicholas Britells herausragender Musik ist Beale Street zwar eine zutiefst berührende Romanze auf den Spuren von Call Me by Your Name (2017), welche die Liebe als quasireligiöse Erfahrung darstellt. Gleichzeitig jedoch ist das Ganze auch eine ebenso klarsichtige wie ernüchternde Auseinandersetzung mit den soziopolitischen Mechanismen, denen ein junges afroamerikanisches Paar ausgesetzt ist."

Ganze Kritik auf Maximum Cinema (online einsehbar)

Donnerstag, 31. Januar 2019

Kritik in Kürze: "Beautiful Boy", "Mary Queen of Scots", "Ralph Breaks the Internet"

Beautiful Boy – ★★★

Felix Van Groeningens The Broken Circle Breakdown (2012) ist eines der emotional aufwühlendsten Dramen dieses Jahrzehnts. Es ist ein Leistungsausweis, der den Belgier im Grunde bestens dafür qualifiziert, die bewegenden Memoiren von Nic und David Sheff auf die Leinwand zu bringen: In Tweak schrieb Nic über seine Sucht nach Methamphetamin, während David in Beautiful Boy schilderte, wie er die Drogenabhängigkeit seines Sohnes miterlebte.

Sein Potenzial erfüllt Van Groeningens Beautiful Boy, in dem Steve Carell als David und Timothée Chalamet (Call Me by Your Name) als Nic Sheff zu sehen sind, wenigstens teilweise. Dank einer guten Carell- und einer hervorragenden Chalamet-Performance entwickelt das Vater-Sohn-Drama gerade in seiner zweiten Hälfte eine beträchtliche emotionale Schlagkraft. Hier bleiben insbesondere jene Szenen in Erinnerung, in denen die beiden Protagonisten gemeinsam versuchen, Nics Problem auf den Grund zu gehen – nicht zuletzt, weil Carells schauspielerische Stärken im Dialog liegen. In diesen Momenten gelingt es dem Film auch am besten, sein aufklärerisches Anliegen zu vermitteln: die Darstellung von Drogensucht als der medizinische Notfall, der sie ist.

Immer wieder kommen sich jedoch Van Groeningen und Co-Autor Luke Davies (Lion) selber in die Quere. Wie bereits Broken Circle folgt auch Beautiful Boy einer nonlinearen Struktur, vermag daraus aber kein Kapital zu schlagen. Vielmehr wirken gewisse Entscheidungen – einschliesslich der allerersten Szene, in der David von einem Arzt über die Gefahren von Methamphetamin aufgeklärt wird – geradezu willkürlich, sodass erzählerische Desorientierung ein steter Begleiter der intrinsischen Emotionalität der Sheff-Geschichte bleibt.



Mary Queen of Scots – ★★

Schon seit mehr als 400 Jahren übt die schottische Königin Mary, die Cousine und Thronrivalin der englischen Monarchin Elizabeth I., eine besondere Faszination auf die europäische (Pop-)Kultur aus, von Schiller und Zweig bis John Ford, Charles Jarrott und Thomas Imbach. Die neueste Version des sattsam bekannten Stoffs, das Regiedebüt der britischen Theaterregisseurin Josie Rourke, versucht erfolglos, Mary – die widersprüchliche katholische Quasi-Märtyrerin – in eine Heldin für das 21. Jahrhundert umzudeuten.

Zusammen mit ihrem Drehbuchautor, dem House of Cards-Produzenten Beau Willimon, inszeniert Rourke die komplizierte Fernbeziehung zwischen Mary (Saoirse Ronan) und Elizabeth (Margot Robbie) als eine tiefe Freundschaft, die vom vorherrschenden Patriarchat, vertreten durch allerlei Berater, Minister und Kleriker, verumöglicht wird. Die Idee hat etwas für sich, doch leider gelingt es Mary Queen of Scots nicht, sie umzusetzen, ohne in die gleichen einengenden Frauenbilder zurückzufallen, die Rourke und Willimon an den jeweiligen Höfen der Königinnen anzuprangern versuchen.

Während Mary als heroisch-progressive Herrscherin mit queerfeministischen Überzeugungen dargestellt wird – eine Interpretation, die sich nur bedingt mit ihrem politischen Leben auf der Leinwand vereinbaren lässt –, ist Elizabeth, wie in den meisten maryfreundlichen "historischen" Aufarbeitungen, eine unhaltbare Karikatur – eine kinderlose, misanthropische alte Jungfer, die in zunehmend lächerlichen Aufzügen durch dekadent prunkvolle Hallen stakst. Entsprechend schwer ist es, den emanzipatorischen Tonfall, den Rourke und Willimon anschlagen, ernst zu nehmen.

Diese thematische Selbstsabotage wäre verkraftbar, wenn das Resultat wenigstens unterhaltsam wäre. Doch trotz aller moderner Ambitionen ist Mary Queen of Scots ein Kostümfilm im klischiertesten Sinne: wunderschön anzusehen, gut gespielt, aber trocken, langfädig und dennoch bruchstückhaft erzählt. Wer sich nach ansprechend und zeitgenössisch umgesetztem historischem Kino sehnt, ist mit The Favourite in allen Belangen besser bedient.



Ralph Breaks the Internet – ★★★

Das Beste an Rich Moores und Phil Johnstons Fortsetzung zu Moores Disney-Animationsfilm Wreck-It Ralph (2012) ist der Subtext seines Finales. Nachdem der gutherzige Achtzigerjahre-Videospielbösewicht Ralph (gesprochen von John C. Reilly) und seine beste Freundin, die Rennspiel-Figur Vanellope (Sarah Silverman), von der heimischen Spielhalle ins Internet reisen und dort allerlei Chaos anrichten, gerät das Netz in Gefahr: Ralphs emotionale Unsicherheit löst einen verheerenden Virus aus.

Männliche Unsicherheit bringt die Menschheit an den Rand des Verderbens – wer Gamergate, die Troll-Attacken gegen Filme wie Ghostbusters (2016) und Star Wars: The Last Jedi (2017) oder Donald Trumps Twitter-Account im Hinterkopf hat, wird erkennen, dass sich Moore und Johnston hier überaus kritisch mit einem hochgradig aktuellen gesellschaftlichen Problem auseinandersetzen.

Allerdings bleibt der Rest von Ralph Breaks the Internet hinter diesem starken Motiv zurück. Der Film erweist sich als ein episodisches Abenteuer mit familienfreundlichem, bisweilen etwas gar plumpem Humor, das zwar durchgehend amüsiert, aber niemals wirklich mitreisst. Insofern präsentiert Disney damit ein stimmiges Sequel: Erwiesen sich bei seinem Vorgänger eher die Witze denn der Subtext als erinnerungswürdig, liegen die Dinge hier genau umgekehrt.

Montag, 28. Januar 2019

The Mule

© 2018 Warner Bros. Ent.

★★★★

"Getragen von einem hervorragend aufspielenden Eastwood, erzählt The Mule vom Dahinscheiden der amerikanischen Kleinstadt – nicht umsonst wohnt Earl in der sprichwörtlichen Durchschnittsstadt Peoria, Illinois –, von Altersarmut und -einsamkeit und von der Frage, was von einem Leben übrig bleibt, in dem die Arbeit stets wichtiger war als die Familie. Es ist schwer, bei letzterem Motiv nicht an den Regisseur selbst zu denken, dessen Biografie gezeichnet ist von beruflichem Tatendrang und zerrütteten Beziehungen."

Ganze Kritik auf Maximum Cinema (online einsehbar)

Samstag, 26. Januar 2019

Mary Poppins Returns

"Basierend auf den Mary Poppins-Büchern von P.L. Travers", heisst es im Vorspann von Mary Poppins Returns. Dass es sich dabei um nicht viel mehr als ein urheberrechtliches Feigenblatt handelt, ist selbstverständlich, ist das familienfreundliche Musical von Rob Marshall (Chicago, Nine, Into the Woods) doch das Werk einer Walt Disney Company, die seit einigen Jahren eine aggressive Nostalgieoffensive fährt: Animierte Publikumslieblinge wie Beauty and the Beast (1991/2017) oder Dumbo (1941/2019) werden als Realspielfilme neu aufgelegt; ein Studio-Klassiker wie Mary Poppins (1964) erhält eine späte Fortsetzung.

Doch obwohl Mary Poppins Returns 25 Jahre nach dem ersten Film spielt, wirkt das Ganze weniger wie eine Weiterführung und mehr wie ein ratloses Remake – ein verzweifelter Versuch, die Magie von damals wieder aufleben zu lassen, indem man das gleiche Programm noch einmal abspult. Gleichzeitig aber scheinen Marshall und Drehbuchautor David Magee (Finding Neverland) den Sinn ihrer Vorlage nicht verstanden zu haben.

Ging es in Robert Stevensons originaler Travers-Adaption etwa noch um Solidarität, Familie und die von Grund auf dubiose Finanzwelt, erweist sich der schnöde Mammon bei Marshall und Magee als Retter in der Not. So müssen hier George (Ben Whishaw) und Jane Banks (Emily Mortimer), die inzwischen erwachsen gewordenen Schützlinge des magischen Kindermädchens Mary Poppins, beweisen, dass sie Anteile an der Bank besitzen, der George seit dem Tod seiner Ehefrau ein kleines Vermögen schuldet und die ihm deshalb mit einer Hausenteignung droht. Zur Hand gehen dem überforderten Geschwisterpaar dabei Georges Kinder Annabel (Pixie Davies), John (Nathanael Saleh) und Georgie (Joel Dawson), der Lampenanzünder Jack (Lin-Manuel Miranda) und – natürlich – die zurückgekehrte Mary Poppins (Emily Blunt).

Dass der Gegenspieler der Protagonisten ein hinterhältiger Bankier (Colin Firth) ist, ist letztlich ein bedeutungsloses Lippenbekenntnis, da sich George schliesslich – mit der Hilfe eines alten Bekannten – trotzdem aus seinen Problemen herauskaufen kann. 1964 sang Julie Andrews' Mary Poppins in der Geschichte der Vogelfrau noch das Hohelied der Almosen: "All around the cathedral the saints and apostles / Look down as she sells her wares / Although you can't see it, you know they are smiling / Each time someone shows that he cares". Heute kann George von Glück reden, dass er sein Geld als Kind investiert und nicht gespendet hat.

Sie ist wieder da: Mary Poppins (Emily Blunt) kehrt nach 25 Jahren zur Banks-Familie zurück.
© Disney
Mary Poppins Returns ist voll von solchen nachlässigen Interpretationen der eigenen Franchise. Das gesunde Selbstbewusstsein der Titelfigur sowie ihre augenzwinkernde Art, die eigene Magie abzustreiten, wirken bei der insgesamt solide aufspielenden Emily Blunt schnippisch und bisweilen sogar ein wenig beängstigend.

Das musikalische Finale "Nowhere to Go But Up" wiederum zitiert zwar die zum Kult gewordene Schlussnummer des Originals ("Let's Go Fly a Kite"), missversteht aber deren Sinn. Beide Songs begleiten Mary Poppins' Abreise, doch während in "Kite" nichts Übernatürliches geschieht – weil eine glückliche Familie, die gemeinsam einen Drachen steigen lässt, per se ein Stück Alltagsmagie ist –, fliegen die Figuren in "Up" mit Ballons durch die Luft, was hübsch aussehen mag, emotional und thematisch aber, gelinde gesagt, Unsinn ist.

Zusammen mit den Banks-Kindern erlebt Mary Poppins wieder magische Abenteuer.
© Disney
All das ist das Resultat einer Produktion, die einen heiss geliebten Klassiker nicht mit Füssen treten will und ihn deshalb ohne Rücksicht auf Stimmigkeit und innere Kohärenz nachzuäffen versucht. Die beste Illustration dieses fragwürdigen Konzepts ist der Soundtrack: Anstatt eine neue Generation mit originellem Liedmaterial zu begeistern, gibt man sich mit minderwertigen Kopien der ursprünglichen Sherman-Brothers-Gassenhauer zufrieden. Von wenigen Ausnahmen abgesehen ("A Conversation", "The Place Where Lost Things Go"), ist hier nichts berührend oder mitreissend, sodass sich die Frage stellt, wer in 20 Jahren noch "Can You Imagine That?", "The Royal Doulton Music Hall" oder "Trip a Little Light Fantastic" vor sich hin summen wird, wenn die weit überlegenen Vorlagen ebendieser Lieder – "A Spoonful of Sugar", "Supercalifragilisticexpialidocious", "Chim Chim Cher-ee" – weiterhin auf jedem Mary Poppins-Soundtrack erhältlich sind.

Dies ist denn auch das Fragezeichen, das über dem ganzen Konstrukt Mary Poppins Returns hängt: Warum soll man sich diesen Film ansehen, wenn Mary Poppins bereits existiert? Marshalls schön ausstaffiertes, aber lebloses und nur sehr lose zusammenhängendes Sequel-Remake bleibt die Antwort schuldig.

★★

Freitag, 25. Januar 2019

The Favourite

Part period drama, part court intrigue, part soap opera, part The Death of Louis XIV, part lesbian sex comedy, and wholly its own wicked, strange beast, The Favourite marks another significant, and highly entertaining, turn in the career of maverick Greek director Yorgos Lanthimos. Not only is his third English-language feature, following The Lobster (2015) and The Killing of a Sacred Deer (2017), his first foray into historical cinema; it's the first time since his debut, 2001's My Best Friend, that he has directed a script that is not his own.

It proves to be a smooth transition: Deborah Davis and Tony McNamara's screenplay, based on a draft Davis wrote all the way back in 1998, fits Lanthimos like a glove, its playfully anachronistic tone and language a worthy substitute for the deliberate and evocative awkwardness of The Lobster and Sacred Deer – while his idiosyncratic staging provides the perfect frame for the unfolding madness.

Set in the early 1700s at the court of Queen Anne of Great Britain (Olivia Colman), The Favourite is a refreshingly contemporary take on a venerable, often stuffy genre. (Take note, Mary Queen of Scots.) Through a creative reading of the historical record – and plenty of f-bombs and sexual references – Lanthimos, Davis, and McNamara remake Anne's short, war-torn reign into an engrossing tale of hapless men and conniving women, as the ailing and eccentric Queen's policy-making is increasingly dependent on the influence of her two rivalling confidantes – well-connected Sarah Churchill (Rachel Weisz) and ambitious upstart Abigail Hill (Emma Stone).

As one would expect from such a production, The Favourite is a visual feast, full of lavish costumes and beautifully intricate set decoration. But it's the cinematography that is the real star in that regard: Lanthimos and cinematographer Robbie Ryan, who specialises in the dreary working-class surroundings of Ken Loach and Andrea Arnold films (Fish Tank, I, Daniel Blake, American Honey), brilliantly undercut the sumptuous décor with muted colours, space-stretching wide-angle shots reminiscent of Kubrick's Barry Lyndon (1975), and, most notably, the highly effective use of fisheye lenses – inspired by early modern convex portraiture – which bend the edges of some shots and serve as a striking visual cue that things are rotten in the state of Britain.

Sarah Churchill (Rachel Weisz, left) is the favourite confidante of ailing Queen Anne (Olivia Colman).
© 2018 Twentieth Century Fox Film Corporation
Narratively, The Favourite eschews conventional genre trappings as well, as the political infighting that threatens to sink Anne's war efforts in France is played almost entirely for pitch-black political comedy. It turns out that a wide array of creative insults ("You smell like a 96-year-old French whore's vajuju") and colourful supporting characters – especially Nicholas Hoult's outlandishly bewigg'd Earl of Oxford – makes for a surprisingly engaging exploration of British party politics in an era that predates the United Kingdom's current parliamentary tradition.

Meanwhile, Sarah and Abigail's feverish game of seductive one-upwomanship at the feet of a decadent – and deeply depressed – Queen elegantly balances tender romance, mischievous eroticism, and unbridled cruelty. Picture Carol, All About Eve, and What Ever Happened to Baby Jane? all rolled into one. Then dress up everyone involved in impractical Restoration outfits.

Sarah's privileged position is threatened, however, by the arrival of Abigail Hill (Emma Stone).
© 2018 Twentieth Century Fox Film
Although the excessive two-hour runtime ultimately keeps it from unequivocal greatness, it's the three leading women's physical, abrasive, and emotionally rich performances that keep the film within touching distance of it throughout. Olivia Colman's Anne in particular is a masterstroke: recalling – and arguably even improving upon – Nigel Hawthorne in The Madness of King George (1994), Colman lets her audience see and relish the absurd comedy of her character's erratic state of mind – and, frankly, of the monarchy itself – but there is never any doubt that beneath all the pomp and circumstance, Anne is suffering physical and psychological agony. A lesser actor might have delivered a brilliant comedic turn but in doing so cheapened the tragedy, or they might have played up the drama and landed back in stuffy-period-piece territory. But Colman is in full control here, turning in a hilarious, heartbreaking performance for the ages.

In that, she mirrors the film as a whole, which seems pieced together from fundamentally contradictory genres and modes, but which Lanthimos, in concert with Davis, McNamara, Ryan, Colman, Stone, and Weisz, manages to mould into something that is not only utterly engrossing but also fiercely original.

★★★★